Subway to Sally - Schwarz in Schwarz

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VÖ: 23.09.2011
Bandinfo: SUBWAY TO SALLY
Genre: Folk Metal
Label: Subway To Sally (Universal)
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Lineup  |  Trackliste

Was erwartet man eigentlich vom elften Album von SUBWAY TO SALLY? Innovation, Neues, Ungehörtes oder gar Unerhörtes? Das ist die Frage, die sich SUBWAY TO SALLY-Fans von Album zu Album stellen (müssen), denn seit dem Debüt "Album 1994" sind nicht nur viele Jahre, sondern auch einige stilistische Elemente ins Land gezogen. Von purem Mittelalter-Folk der Anfangstage, über RAMMSTEINeske Anwandlungen ("Engelskrieger"), starken Gothic-Anleihen ("Nord Nord Ost") bis hin zur aktuellen Mischung aus Folk, Deutsch-Rock, atmosphärischem Metal und gefühlvollen Balladen. Was dem "Bastard" perfekt gelungen ist, hat "Kreuzfeuer" gut weitergeführt. Und nun also "Schwarz in Schwarz"...

Im Grunde ist Album Nummero Elf genau das, was man von den Sallys erwartet hat - eben die oben genannte Mischung. "Schwarz in Schwarz" ist, wenn man den Grundtenor des Albums betrachtet, etwas dunkler, aber auch ruhiger als seine Vorgänger. Songs wie "Mir allein" ist beispielsweise eine perfekte Symbiose aus atmosphärischen Versen und stampfendem Chorus. Auch der Titeltrack zeigt sich einerseits melodisch, andererseits darf Frau Schmitts Violine schön variabel über dem Song thronen. "Kämpfen wir!" stellt ebenfalls einen sehr treibenden Titel dar, der von "Am Ende des Wegs" perfekt konterkariert wird - akustische Gitarre, zweistimmiger Refrain, schöne Lyrik, SUBWAY TO SALLY in Reinform. Das gilt auch für das aufgrund der Songstruktur zwar als SUBWAY-typische "Bis in alle Ewigkeit" (erinnert mich irgendwie an "Umbra"), dessen Melodiebogen einfach mitreißt. "Nichts ist für immer" wirkt auf Anhieb zwar wie ein 'normaler' Deutsch-Rock-Titel, bleibt aber bei mehrmaligem Hören im Gehörgang kleben. Wiederum fällt hier die akustische Gitarre auf, die im Laufe des Songs in verzerrte Riffs übergehen, die aber bei Weitem nicht mehr plump produziert worden sind, wie es zum Beispiel auf "Engelskrieger" oftmals der Fall war. Auch "Wo Rosen blüh'n" ist die ideale Symbiose aus alten und neuen SUBWAY TO SALLY-Tagen.

Alles eitle Wonne also, oder? Nicht ganz, denn ein paar Kritikpunkte muss ich natürlich auch bei "Schwarz in Schwarz" anbringen. Die Ballade "Ins Dunkel" ist prinzipiell zwar gelungen, leider aber etwas zu lang geraten. "Tausend Meilen" trifft irgendwie dasselbe Los, da es im Gegensatz zu den anderen Songs nicht wirklich heraussticht. Die abschließenden "MMXII" und "Alles oder nichts" wissen im Gegensatz zu den vorher Genannten wieder mehr zu gefallen. Zwei gefällige Titel, einmal härter, einmal eingängig-frisch; einfach nur die U-Bahn-Sallys, wie man sie hören will!

So, was will man eigentlich mehr? Was soll man also erwarten? Eigentlich genau das, denn "Schwarz in Schwarz" ist mehr als gelungen. Wem der "Bastard" bereits gefallen hat, wird auch dieses Album lieben - danke dafür...



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: mat (01.11.2011)

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