Bob Seger - Live Bullet (Remastered)

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VÖ: 28.10.2011
Bandinfo: Bob Seger
Genre: Rock
Label: EMI Music
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Lineup  |  Trackliste

BOB SEGER ist einer dieser Namen, die fast jeder Musikliebhaber irgendwann mal gehört hat, mit dem aber heute kaum noch etwas Konkretes verbinden kann. METALLICA-Fans mögen wissen, dass sich die Kalifornier mit „Turn The Page“ bei SEGER bedient haben, andere kennen die in dutzenden von Sitcoms auf die Schippe genommene Szene mit Tom Cruise aus dem Film „Cocktail“, in der er zu „Old Time Rock And Roll“ tanzt.

BOB SEGER war aber in den 70er und 80er Jahren vor allem eines: Ehrlicher handgemachter und schweißtreibender Rock N’Roll in der Tradition von Blues und Boogie. Der bärtige Liedermacher aus der Stahlstadt Detroit machte Rock aus der Arbeiterklasse für die Arbeiterklasse.
Als BOB SEGER AND THE SILVER BULLET BAND am 4. und 5. September 1975 in der Cobo Hall in Detroit ihr erstes Live-Album mitschnitten, waren sie noch ein weitgehend regionales Phänomen und die unbestrittenen Lokalheroen. Was an diesen beiden Tagen im Herbst ’75 auf Band festgehalten wird, gilt vielen bis heute als eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte.

Im Gegensatz zum fünf Jahre später folgenden Konzertmitschnitt „Nine Tonight“ gibt sich SEGER hier noch etwas verspielter und roher und streut mit Nummern von TINA TURNER („Natbush City Limits), VAN MORRISON („I’ve Been Working“), BO DIDLEY (s.t.) und CHUCK BERRY („Let It Rock“) gleich vier Coverversionen in das Set ein.
Wichtiger als das, was eingespielt wurde, ist aber das „Wie“ und da hört man der zu diesem Zeitpunkt erst zwei Jahre bestehenden Band die Frische und den Spaß bei jeder Note an. Das lautstarke Publikum tut das Seine zur Atmosphäre dieses Dokuments der goldenen Jahre des Rockmusik.

Zusätzlich zum ursprünglichen Album gibt es als Bonus das ALBERT KING Live-Cover „Feel Like Breaking Up Somebody’s Home“. Der ist gut, fällt aber nach dem energiegeladenen Konzert deutlich ab. Wichtig sind die 14 Originaltracks und wer dabei ruhig sitzen bleiben kann, ist kein Rock-Fan. Punktaus.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thorsten Beermann (04.11.2011)

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