Loxodrome - Mirrors.Affection

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VÖ: 14.10.2011
Bandinfo: Loxodrome
Genre: Heavy Rock
Label: TripleCore:Music
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Lineup  |  Trackliste

Und sie haben wieder zugeschlagen. LOXODROME aus Pettenbach werfen auch nach einem weiteren Besetzungswechsel (inzwischen hält man bei nur noch zwei Mitgliedern der ursprünglichen Formation) nicht das Handtuch, sondern arbeiten unbeirrt weiter an ihrem musikalischen Projekt, das nun schon respektable zwölf Jahre auf dem Buckel hat. In Oberösterreich ist der harte Kern der Band ja weithin bekannt, da sich die LOXOs schon früh für das große Ganze interessiert und deshalb ein beachtliches Netzwerk aufgebaut haben.

Mit “Mirrors.Affection” liefern uns die nunmehr wieder zum Quintett gewachsenen LOXODROME den ersten Teil einer Trilogie, die später noch um “Mirrors.Reaction” und “Mirrors.Reflection” ergänzt und somit vollendet werden soll. Verkaufstechnisch ist das richtig geschickt, da man diese Trilogie irgendwie ja auch für sich komplettiert wissen will. Nichtsdestotrotz ist der Erfolg natürlich von der musikalischen Leistung der Einzelteile abhängig, weshalb die fünf Tracks der EP für dieses Review genauer unter die Lupe genommen wurden.

“Forget About” legt gleich mit einem richtig satten Sound los, womit das Kapitel Aufnahmequalität schon zu Beginn zugunsten der Band geschlossen wäre. Die bei der Strophe etwas zu kindlich wirkende Tonreihenfolge des Gesangs trübt zwar eingangs das Bild, doch Refrain und Bridge reißen den Song wieder raus. Und es muss nochmal gesagt werden: soundmäßig tischen LOXODROME hier ganz schön auf, wie auch “The Liar” beweist. Die Nummer erinnert gewissermaßen an CHEVELLE und wurde auch ähnlich dick eingespielt. Der dritte Track “Sea Of Dust” vermag das hohe Niveau zu halten und punktet im Refrain zusätzlich noch mit herrlichen Backingvocals - so darf das gerne weitergehen!
Das dezent mit Blechblasinstrumenten hinterlegte Intro zu “Black Sun” nimmt sich fast eineinhalb Minuten Zeit, ehe dann wieder eine mächtige Wand aus Verstärkern wie aus dem Nichts auftaucht. Der melancholischere Einschlag dieser Nummer macht sie etwas träge, wenngleich es sich deswegen nicht um einen schlechten Song handelt. Mit den beiden vorangegangenen Titeln kann er sich jedoch nicht messen. Auch das gänzlich unverstärkt gehaltene “LXD” greift wieder auf Blechblasinstrumente zurück, die nun eben neben Akustikgitarren zu hören sind. Der Track ist jedoch leider zu einer langweiligen, auf beinahe sechs Minuten ausgedehnten Abschlussnummer geraten und somit wahrlich kein würdiges Ende dieser EP, die uns schon ganz andere Seiten gezeigt hat.

LOXODROME geben mit “Mirror.Affection” wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich und beweisen, dass sie sich mit interessanten Konzepten wie der Mirrors-Trilogie noch immer von der Masse abzuheben wissen. Soundmäßig lassen sie auf dieser EP sowas von keinen Raum für Kritik und mit “The Liar” und “Sea Of Dust” haben wir schließlich auch noch zwei wirklich hervorragende Songs zu hören bekommen. Der nächste Teil der Trilogie kann kommen!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Silver Wings (09.11.2011)

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