Jack Starr's Burning Starr - Land Of The Dead

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VÖ: 11.11.2011
Bandinfo: JACK STARR'S BURNING STARR
Genre: Power Metal
Label: Magic Circle
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Lineup  |  Trackliste

Neben MANOWAR war Anfang der 1980er-Jahre noch eine weitere US-True-Metal Band wegbereitend für ein ganzes Genre, und das waren VIRGIN STEELE aus Long Island, New York. Mittlerweile sind VIRGIN STEELE rund um Mastermind und Sänger David DeFeis ja mehr in den progressiven Bereich abgewandert, doch zu Beginn der Karriere lieferte man noch vornehmlich geradlinige Heavy Metal-Kost, und in eben jenen Anfangstagen der Band war auch ein gewisser Jack Starr für die Gitarrenarbeit zuständig. Später kam es zum Zerwürfnis und jahrelangen Streit um die Namensrechte, die letztlich Sänger David DeFeis zugesprochen bekam. Aber natürlich war auch Jack Starr nicht zur Muße geneigt, und versuchte sein Glück mit einem neuen Projekt: JACK STARR'S BURNING STARR waren geboren.

Leider blieb den Jungs aber der große Erfolg verwehrt, und so lösten sich BURNING STARR anno 1989 auf. Jetzt will es der gute Mann aber noch einmal wissen, und veröffentlicht unter dem BURNING STARR-Banner das zweite Album nach dem 2009er-Comeback-Output "Defiance". Und auch auf "Land Of The Dead" finden sich wieder sämtliche Trademarks, für die Jack Starr auch schon zu seinen Zeiten bei VIRGIN STEELE stand: Überdurschnittliche Gitarrenarbeit, eingebettet in klassische und gefällige True-Metal-Hymnen, veredelt durch die Vocals von Todd Michael Hall. Und nun stellt sich natürlich die Gretchenfrage: Wer hat anno 2011 die Nase im Direktvergleich vorn? Sind es die progressiven VIRGIN STEELE, die auf "Black Light Bacchanalia" zuletzt aber mit schwächelndem Sound und gar komplizierten Strukturen zu kämpfen hatten, oder sind es JACK STARR'S BURNING STARR, die auf eingängigeres, geradlinigeres Songwriting und Fokus auf Echtstahl setzen?

Nun, die beiden Truppen lassen sich heute nur mehr bedingt vergleichen, zu unterschiedlich sind die Stilausrichtungen und die Ideen hinter dem Material, und daher sollten sich von "Land Of The Dead" eher Fans angesprochen fühlen, die auch heute noch gerne zu den neuesten Tönen von MANOWAR, MAJESTY oder natürlich ROSS THE BOSS (der auch bei "Warning Fire" einen Gastauftritt hat!) die Fäuste recken und Mähnen schütteln, während VIRGIN STEELE mit den jüngsten Veröffentlichungen wohl eher "Kopfmusik" machen möchten. Aber so findet jeder seine Nische, und hymnische Tracks wie der Titeltrack und Opener zu "Land Of The Dead", "Stranger In Paradise" oder das rockige "Here We Are" und das bombastische "Until The End" wecken mit ihren galoppierenden Riffs, den etablierten Inhalten und Themen sofort Erinnerungen an die ersten beiden, dem True Metal verhafteten, VIRGIN STEELE-Alben "Virgin Steele I" und "Guardians Of The Flame". Speziell das auf "Guardians Of The Flame" markante Riffing von Jack Starr lässt sich auch auf der neuen BURNING STARR-Scheibe wieder ausmachen.

Allerdings sind nicht alle Songs wirklich ganz große Kracher, so ist etwa "Sands Of Time" ein bisschen repetitiv ausgefallen, und Abwechslung vermisst man auch bei den zahlreichen Riffings in den Strophen der Songs, die doch sehr austauschbar geworden sind. Generell ist das ein Problem, mit dem "Land Of The Dead" über die ganze Länge des Albums zu kämpfen hat: Viele der Songs ähneln sich in Harmonien, Struktur und Ideen doch sehr, und so wird es gegen Ende des Longplayers richtig schwierig für BURNING STARR, den Hörer über die gesamte Zeit zu fesseln. Willkommene Abwechslung wie "Daughter Of Darkness" hilft da zwar, aber für eine absolute Top-Wertung hätte man doch noch einen Tick spritziger agieren müssen. Nichtsdestoweniger absolut gelungene Kost für Freunde traditioneller Klänge - und wer auf die genannten MANOWAR, MAJESTY und ROSS THE BOSS steht, der sollte hier nicht zögern; alleine das herrlich kitschige MANOWAResque Coverartwork dürfte den geneigten Fan überzeugen!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (16.11.2011)

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