Okular - Probiotic

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VÖ: 21.10.2011
Bandinfo: Okular
Genre: Progressive Death Metal
Label: Regenerative Records
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Lineup  |  Trackliste

Es ist zum Haareraufen – da verbringt man Stunden damit, seine Rangliste der besten Alben 2011 beim Jahrespoll aufzustellen, und dann kommt “Probiotic“ von OKULAR daher, und die Liste ist für die Katz’. Beim ersten Durchhören stellt sich ein Gefühl ein, das man von OPETH-CDs kennt (naja, ausgenommen mal von der letzten…): obwohl man durch die Komplexität des Materials die Feinheiten noch nicht erfassen kann (dafür brauchts dann schon mehrere Durchgänge), ist einem sofort bewusst, dass einem da ein Schmuckstück untergekommen ist – immer wieder blitzen Passagen auf, die Death Metal Liebhabern ein Grinsen aufs Gesicht zaubern können.

Grob einordnen kann man die Musik der Norweger als Schnitt aus Progressive Death Metal der skandinavischen Schule und Technical Death Metal, also auf Bands bezogen irgendwo zwischen BORKNAGAR und VINTERSORG auf der einen Seite und OBSCURA oder ORIGIN auf der anderen. Also epische, getragenen Momente mit melodischem Einschlag und Flitzefinger-Passagen.

Durch die durchgehend hohe Qualität des Songmaterials ist es schwer, einzelne Höhepunkte herauszuheben – abgesehen vom grandiosen, abwechslungsreichen Opener „Connected In Betrayal“ kann man wahrscheinlich das mit leichter Melodic Death Schlagseite punktende „Probiotic (For Life)“, das sphärische „State Of Immediacy“ oder das düstere „The Most Violent Thing“, bei dem sich der Refrain ins Gehirn brennt als Hits bezeichnen. Und für wen das nicht Abwechslung genug ist, haben die Norweger noch zwei akustische Zwischenstücke eingeschoben.

Trotz des komplexen Songaufbaus und der vielen Feinheiten klingt „Probiotic“ wie aus einem Guss, jedes Lied hat einen eigenen Charakter ohne das Gesamtkonzept zu stören. Als Besinnliches zum Jahresausklang kann man „Probiotic“ nicht verkaufen, aber wem noch ein Weihnachtsgeschenk für den einen verrückten Progressive Death Fan im Freundeskreis fehlt, kann mit „Probiotic“ nichts falsch machen. Ein (später) Höhepunkt des Jahres 2011!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (22.12.2011)

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