Dying Gorgeous Lies - Insanitarium

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VÖ: 00.11.2011
Bandinfo: DYING GORGEOUS LIES
Genre: Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Thrash Metal mit weiblichem Gesang gibt es ja nicht so oft (von Ausnahmen wie HOLY MOSES mal abgesehen) – diese interessante Kombination bieten DYING GORGEOUS LIES auf ihrem Debütalbum „Insanitarium“. Die durchwegs mit Künstlernamen ausgerüsteten Deutschen sind seit 2009 aktiv und haben bisher eine Demo-CD und eine Single herausgebracht.

Der Anfang von „Insanitarium“ ist durchaus vielversprechend: mit „DGL“ wird klassischer, melodischer Ami-Thrash Metal der alten Schule mit Gangshouts geboten. „Look At Us Now“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, bevor „W-A-R“ komplett das Genre wechselt: hier wird man an Alternative Metal der Marke GUANO APES (vor allem durch das Bass-Riff und den weiblichen Gesang) erinnert. „Edge“ und „Alone And In Vain“ kehren dann in den Thrash zurück, bis dann mit „Madrugada“ ein eher ruhiges, melancholisches Alternative Rock-Stück auftaucht. „Crime Scene Soul“ und „Hentai No Bakayarou” liegen dann eher im melodischen Death/Thrash Bereich.

Insgesamt zeigt „Insanitarium“ gute Ansätze: die Songs sind fein auskomponiert, die Riffs sind (obwohl jetzt nicht extrem originell) eingängig. Ein paar Songs (wie der Opener „DGL“, „Crime Scene Soul“ und „Hentai No Bakayarou“) haben durchaus Hitpotential. Das technische Können ist bei den Jungs (und dem Mädel) sicherlich auch vorhanden.

Einige Schwächen sind aber auch auszumachen: die Genre-Wechsel zwischendurch (z.B. kommt der Wechsel vom Thrash Metal bei „DGL“ und „Look At Us Now“ auf den Alternative Metal von „W-A-R“ eher überraschend, da werden Thrash-Fans auf der einen Seite und Alternative-Fans auf der anderen recht wenig Freude haben) werden nicht jedermanns Sache sein.

Teilweise haben es die Vocals auch schwer, sich gegen die Instrumentalfraktion durchzusetzen, was vor allem bei den Thrash-Liedern auffällt. Besser funktioniert das bei den Alternative- und Death/Thrash Stücken, wo die Vocals weniger geshoutet und mehr gesungen werden.

Alles in allem halten sich Stärken und Schwächen von „Insanitarium“ in etwa die Waage, deshalb die Durchschnittsnote.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (01.02.2012)

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