Legion of the Damned - Malevolent Rapture – In Memory Of Twan Fleuren

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VÖ: 10.02.2012
Bandinfo: LEGION OF THE DAMNED
Genre: Thrash Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Am 20 Mai 2011 beging der ehemalige Bassist von LEGION OF THE DAMNED, Twan Fleuren, Selbstmord. Das Album „Malevolent Rapture“ wird jetzt wieder veröffentlicht um Twan mit dieser Veröffentlichung ein letztes Mal in den Mittelpunkt zu stellen. Diese CD soll eine bleibende Erinnerung, ein Gedenken an ihn sein. Aber auch eine Erinnerung für jene Personen, die er durch seinen Tod hinter sich gelassen hat und die einen schmerzlichen, kaum ertragbaren Verlust erlitten haben.

Um meinen tiefsten Respekt auszudrücken, werde ich kein neues Review über diesen Meilenstein im Thrashbereich verfassen, sondern meinen Kollegen NAGELFAR, der seinerzeit die CD rezensierte, den Vortritt lassen.

Er verfasste 2006 beim Erscheinen der CD ein absolut phantastisches Review, das eigentlich alles aussagt, was diese Band so großartig macht. Obwohl seit dieser Zeit schon wieder über sechs Jahre vergangen sind, haben Songs wie "Werewolf Corpse", "Death's Head March", "Bleed For Me", oder "Malevolent Rapture", bei denen Twan mitgewirkt hat, nichts von ihrer Faszination und Durchschlagskraft verloren. Was noch zu erwähnen wäre ist, dass vier unveröffentlichte Tracks und ein Remix die Neuauflage komplettieren. [manfred]

Eines wenn nicht sogar das beste Thrashalbum des vergangenen Jahres haben wohl LEGION OF THE DAMNED mit ihrem Erstling "Malevolent Rapture" vorgelegt, höchste Zeit also, dieser Band auch bei STORMBRINGER Respekt zu zollen.

Besser bekannt unter dem Namen OCCULT waren die vier Niederländer schon einige Zeit zugange und so verwundert es nicht, dass das gebotene Material sich auf durchwegs hohem Niveau befindet. Mitverantwortlich dafür sicher auch Produzent Andy Classen, welcher der Band einen wirklich idealen Sound auf den Leib geschneidert hat. Genug mit der Geschichtsstunde, auf zur Musik. Diese präsentiert sich als eine erfrischende Mischung aus allem, was in den 80er und 90er Jahren im Thrashmetal so populär war. Sei es METALLICA zu ihren noch räudigen Zeiten, KREATOR in ihrer Aggressivität oder SLAYER mit ihrer unnachgiebigen Brutalität, LOTD vereinen all diese Attribute in sich und schaffen es trotz dieses historischen Ballasts erstaunlich frisch und mächtig böse zu klingen. Nicht ganz unschuldig daran sicher Maurice Swinkels Gesang/Gekeife welches einem Troll, dem man sein letztes Bier aus dem Kühlschrank geklaut hat, wohl alle Ehre macht, eine Kooperation mit Mille Petrozza würde hier wohl einige sehr interessante Ergebnisse bringen. Glücklicherweise hat die Band aber so viele kleine Spielerein wie Breaks, Grooveparts und Double Bass Blasts eingebaut, dass mir zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, eine Ausnahme bei einer so typischen Thrash Scheibe.

Passend auch die Lyrics welche ich sogar eher in todesmetallischen Gefilden ansiedeln würde, so viel Tod und Gemetzel gab es wohl schon seit der letzten CANNIBAL CORPSE CD nicht mehr. Dabei legt man ständig ein so hohes Tempo vor, dass man ein Livekonzert der Niederländer wohl am nächsten Tag mit immensen Schmerzen bezahlen wird müssen, nimmt man jedoch die Live Videos auf der Homepage als Maßstab dann dürfte das aber ein sehr günstiger Preis sein, den ich gern bereit bin zu zahlen, wenn LOTD das nächste Mal Österreich beehren. Wer immer noch nicht überzeugt ist kann sich dann noch die beiliegende Bonus DVD genehmigen welche nicht nur die einzelnen Stücke sondern auch einige, sehr dunkle Zwischenstücke liefert. [nagelfar)

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ein absolutes Topalbum, welches einem nochmal vor Augen führt, welch toller Musiker Twan Fleuren war - RIP Twan.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (06.02.2012)

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