DIAMOND DOGS - Set Fire To It All

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VÖ: 09.03.2012
Bandinfo: DIAMOND DOGS
Genre: Rock
Label: Legal Records
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Lineup  |  Trackliste

Rechtzeitig zu den aufkommenden Frühlingstemperaturen melden sich auch die schwedischen Rocker DIAMOND DOGS wieder mit einem klassisch angehauchten Rock’n’Roll-Werk zurück. 20 Jahre sind die Jungs mittlerweile im Geschäft, die ursprünglich von HELLACOPTERS-Mucker Anders Lindström ins Leben gerufen worden sind und in den einschlägigen Szenekreisen auf eine gewaltige Fanbase bauen können. Für das Jubiläumsalbum „Set Fire To It All“ sind die Skandinavier übrigens zu einem Septett angewachsen, denn mit Fredrik Fagerlund hat Bandboss und Sänger Sulo noch einen zweiten Axtschwinger an Bord geholt.

Dabei machen sich bei den Vielarbeitern (das letzte Album „The Grit And The Very Soul“ ist gerade mal ein Jahr alt) im Vergleich zum letzten Output gewaltige Unterschiede aus, denn im Gegensatz zum Vorjahr verzichten die DIAMOND DOGS fast vollständig auf die folkig-ruhige Ausrichtung, die die Schweden zuletzt noch leicht in die Pub-Schublade gepresst haben. Wesentlich fröhlicher und schwungvoller ist „Set Fire To It All“ geraten und zeigt die Schweden so klar wie nie zuvor im Boogie-Rock-Segment á la STATUS QUO. In diesen Gefilden halten sich die Jungs vor allem beim Opener „On The Sunny Side Again“, „The Inner Jukebox Blues“ oder „In Each And Every Ballroom“ auf.

Selbstredlich wird bei den Retro-Rockern von so gut wie allen Größen der 60er/70er-Jahre Rockgeschichte abgekupfert, ohne dabei zu plakativ in Blaupausenfallen zu tappen. Da tönen einem die BEATLES („Mama Let The Mad Dog Run“) genauso entgegen, wie MOUNTAIN (im instrumentalen „Bad But Not Ruined“) oder die ROLLING STONES („Burn One Down“, „Stand By The Rhythm“). Dazwischen vermengen die DIAMOND DOGS noch flott-spritzige Up-Tempo-Rocker (“Scars And Emblems“) mit träumerischen Radio-Songs („Lay Me Down On Solid Ground“) und ruhigen Versatzstücken (“Ball Of Lightning“). Alles in allem eine mehr als runde Sache, bei der die DIAMOND DOGS einmal mehr bestätigen, dass sie deutlich mehr Credibility in unseren Breitengraden verdient hätten. Übrigens – die Feierstimmung ist noch lange nicht zu Ende. Neben einer fetten Welttournee ist auch noch eine DVD zum Zwanzigjährigen geplant – gutes Jahr also, für Freunde des gepflegten Klassikrocks.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (06.03.2012)

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