RacheEngel - Sündenfall

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VÖ: 00.03.2012
Bandinfo: RACHEENGEL
Genre: Gothic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Mit "Sündenfall" präsentiert uns der Lüdenscheider Musiker Patrick Gajda nun schon sein viertes, völlig in Eigenregie entstandenes Album, das er unter dem Banner RACHEENGEL eingespielt hat. Von den Keys über die Vocals bis hin zur Programmierung der Drums hat Gajda alles selbst in die Hand genommen, um einen 10-Tracker einzuspielen, auf den er wahrlich stolz sein kann.

Ich bin ja normalerweise überhaupt kein Fan von Musik, die mithilfe von Konservendrums eingespielt wurde, doch ich muss ehrlich zugeben, dass mich das akustische Resultat auf dieser Eigenproduktion doch zu überzeugen vermag. War "Nordwind", das Vorgängeralbum, aufgrund des leider nicht wirklich gelungenen Gesangs und des etwas uninspirierten Songwritings nicht mein absoluter Favorit, ziehe ich vor der kompositorischen Leistung auf "Sündenfall" schon einmal in Teilen meinen Hut. Songs wie "Nur für den Augenblick" oder das episch-majestätische "In deiner Hand" knallen schön produziert aus den Boxen. Die Drums hämmern fein im Hintergrund, während "Zeichen und Wunder" mit einer unglaublich eingängigen Melodie aufwartet und das monumentale "Auf unsichtbaren Wegen" mit einer Spielzeit von über 14 Minuten absolut nie langweilig wird. Überhaupt sind die neuen RACHEENGEL-Songs relativ lang geraten (unter fünf Minuten läuft da nix), was dem Gesamteindruck und dem musikalischen Spannungsbogen aber nicht wirklich schadet.

Die Qualität des Songwritings und auch die eingespielte Instrumentierung hat sich seit "Nordwind" ganz klar gesteigert. Auch artworktechnisch hat sich einiges getan und obwohl der Gesang zugegebenermaßen immer noch teilweise sehr bescheiden ist, reißt Patrick Gajda das Ruder dieses Mal weitestgehend herum und zeigt, dass er ein rundum talentierter Musiker ist. Manchmal ist zwar weniger mehr, mit "Sündenfall" können Fans von Deutschrock mit einem starken Hauch von Gothic Metal und einem Hang zu derb-rauen Eigenproduktionen, die zwischen Demo- und Major-Charakter switchen, absolut nichts falsch machen. Über die ein oder andere nicht ganz gelungene Lyrikzeile muss man da einfach hinweg sehen...



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: mat (26.03.2012)

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