Running Wild - Shadowmaker

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VÖ: 20.04.2012
Bandinfo: RUNNING WILD
Genre: Hard Rock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Es war einmal eine Hamburger Band, die sich 2009 in Wacken von den Fans mit einem finalen Paukenschlag verabschiedet hat. Nun ja, 2012 gibt es mit „Shadowmaker“ das Comeback von RUNNING WILD. Vorerst sollte man sich auf keinen Fall vom schlechten Coverartwork beeinflussen lassen.

Wer aber von der neuen RUNNING WILD ein ähnlich musikalisch ausgerichtetes Album wie „Black Hand Inn“, Death Or Glory“, oder „Pille Of Skulls“ mit Speed-Geschossen der Marke „Riding The Storm“ oder „Blazon Stone“ erwartet, wird nach dem ersten Durchlauf mehr als nur enttäuscht sein. Einige alte Fans werden sicher die Härte, den Speed vermissen, aber Songs wie der melodische und sehr groovende Opener „Piece Of The Action“ oder „Riding On The Tide“ sind immer noch gute, unverkennbare, melodische Rocker.

Störend wirkt nur, dass die Songs an manchen Stellen zu glatt und zu routiniert klingen. Natürlich ist die Handschrift von Rock'n'Rolf allgegenwärtig, die Songs grooven gut, aber der letzte Kick fehlt des Öfteren. Was mich ganz besonders stört ist der Schlagzeugsound. Ehrlich gesagt kann ich es wirklich nicht beurteilen, ob hier ein menschlicher Drummer hinter der Schießbude gesessen ist, oder nicht. Mit der Bewertung tue ich mir echt schwer, denn wenn man die älteren Werke als Maßstab nimmt, wird „Shadowmaker“ sicher den Kürzeren ziehen.

Aber wenn man ohne Vorurteil an die Sache rangeht, könnte man durchaus schnell Gefallen an den neuen Songs finden. Die zehn Songs auf der CD sind nicht schlecht, aber mit dem leicht veränderten Gesang von Rolf musste ich mich erst anfreunden. Höhepunkte sind in meinen Augen ganz klar die erstklassige Hymne „Me And The Boys“ und der Kracher „Shadowmaker“, der an alte Glanztaten nahtlos anschließt.

Jetzt bin ich auf die Reaktionen der alten RUNNING WILD Freaks und der Presse gespannt. Wie gesagt sollte man der Band auf alle Fälle eine Chance geben und ganz unvoreingenommen an die Songs herangehen. Sie gehören zwar sicher nicht zum Topmaterial, welches die Herren verbrochen haben, aber auch nicht zu Rohrkrepierern. Also unbedingt selber entscheiden, ob „Shadowmaker“ eure Sammlung bereichern soll oder nicht. Geht ok.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: manfred (13.04.2012)

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