Firewind - Few Against Many

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VÖ: 18.05.2012
Bandinfo: FIREWIND
Genre: Power Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Im wunderbaren Zweijahresrhythmus veröffentlicht die griechische Power Metal-Combo FIREWIND neues Songmaterial. Dass das richtig geniale "Days Of Defiance" bereits im Herbst 2010 erschien, zeigt mir wiederum einmal hautnah, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht. Nachdem mir der Vorgänger unheimlich gut gefallen hat, da er eine perfekte Symbiose aus treibenden Metal-Nummern und melodischen Rock-Songs war, habe ich mich schon vorab sehr auf "Few Against Many" gefreut. Nach dem allerersten Hördurchgang war ich zugegebenermaßen aber etwas ernüchtert - zu seicht schallten die aktuellen Songs aus den Boxen, zu wenig blieb in den Ohren hängen.

Nach mehreren Rotationen darf ich den Aufschrei der FIREWIND-Fangemeinde aber etwas mäßigen, denn obwohl "Few Against Many" alles in allem qualitativ bei weitem nicht an "Days Of Defiance" und auch nicht an "The Premonition" heranreicht, ist es trotzdem ein relativ gutes Power Metal-Album geworden. Während der Opener "Wall Of Sound" mir immer noch musikalisch schleierhaft, da uninspiriert und irgendwie zu straight und daher langweilig geraten ist, weiß auch das darauf folgende "Losing My Mind" nur bedingt zu überzeugen. Der Spannungsbogen kann hier einfach nicht über die gesamten sechseinhalb Minuten gehalten werden, was irgendwie schade ist, da die zugrundeliegende Hookline einiges an Potential zu bieten gehabt hätte. Bis jetzt also eine bescheidene Ausbeute, was sich mit dem Titeltrack und dem schön treibenden "Undying Fire" aber - dem Metal-Gott sei Dank - ändert. FIREWIND at it's best - eingängige Melodien, starker, kräftiger Gesang und eine gute Gitarrenarbeit, was will man mehr?

Leider hält dieser Qualitätsstandard nicht allzu lange an, denn "Another Dimension" ist im Gegensatz zu den eben genannten Stücken leider sehr austauschbar ausgefallen; "Glorious" schafft es dafür aber erneut, für metallenen Spaß zu sorgen. Ebenso das melancholische "Edge Of A Dream", das in Zusammenarbeit mit den Virtuosen von APOCALYPTICA entstanden ist. Weiters zu gefallen wissen die abschließenden "Long Gone Tomorrow" und der perfekte FIREWIND-Titel "No Heroes, No Sinners", das wiederum die traditionellen Trademarks der Band hochleben lassen. Über "Destiny", einem leider durchschnittlichen Titel, hüllen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens.

Zusammengefasst ist FIREWINDs "Few Against Many" also eine etwas zwiespältige Angelegenheit. Während einige Titel superb geraten sind, haben sich dieses Mal leider auch drei, vier schwache Tracks auf den Longplayer geschlichen, was natürlich dazu führt, dass der 2012er Output der griechischen FIREWIND nicht ganz zu überzeugen weiß und deswegen leider nicht mehr als einen guten Eindruck hinterlässt, was meiner Meinung nach von dieser Band zu wenig ist... Fans der Gruppe sollten aber natürlich auf alle Fälle reinhören, denn für einige Songs zahlt sich die Anschaffung dieser Platte jedenfalls aus!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: mat (11.05.2012)

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