Fueled By Fire - Plunging Into Darkness

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VÖ: 27.04.2012
Bandinfo: Fueled By Fire
Genre: Thrash Metal
Label: Noiseart Records
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Lineup  |  Trackliste

Für gewöhnlich ist ja Co-Cheffe Reini unser unumstrittener Thrashaholic in der verrückten Stormbringer-Runde, aber bei den Ami-Rumplern FUELED BY FIRE hat der gute Mann seine schreibkräftigen Finger beiseitegeschoben. Mit der Musik ihres Debütalbums „Spread The Fire“ ist unser guter Leitwolf unverständlicher Weise nicht ganz warm geworden, außerdem hat er sich heftig am delikaten Cover-Artwork gestoßen. What’s Up Man? Mehr Thrash ist ja kaum mehr möglich und Humor ist – wir wissen es – wenn man trotzdem lacht. Anyways – das zweite Album „Plunging Into Darkness“ wird den prüden Herren nicht mehr schrecken, denn das Artwork ist im Vergleich zum Debüt nur mehr ein Entenfurz.

NoiseArt Records haben wir es zu verdanken, dass das Teil zwei Jahre nach dem Entstehen über nach Europa schwappt. Etwas gewöhnungsbedürftig dürfte dem geläufigen FUELED BY FIRE-Maniac die kratzig-aggressive Stimme vorkommen, was daran liegt, dass Gitarrist Rick Rangel nehmen seiner Axt nun auch das Mikro im Griff hat und im direkten Vergleich mit Vorgänger Gio doch einen klaren Punktesieg davonträgt. Ansonsten ist bei den Kaliforniern ziemlich alles beim Alten geblieben. Fetzige, teilweise etwas hektische heruntergeschrubbte Riffbögen, eindrucksvolles Power-Drumming und die über die gesamte Spielzeit aus allen Poren triefende Old-School-Attitüde, die von der jüngeren Thrash-Generation interessanterweise schon oft authentischer wird, als wenn die alten Hasen selbst Hand anlegen.

Größtenteils werden auch auf dem Zweitling die alten TESTAMENT zitiert, wie oft sich Rick in Tom Arayaeske SLAYER-Schreizonen bewegt, ist eigentlich schon gar nicht mehr zählbar. Trotz allem hat das keineswegs stocksteife, sondern mit viel Liebe an die großen Idole angepasste Gepolter tausend Mal mehr Charme, als die x-te Trigger/Digi/Protool-Produktion. „Rising From Beneath“ als Nackenbrecher mit Speed Metal-Einflüssen, „Unidentified Remains“ als hochsympathischer Wirbelsturm, „Evoke The Curse“ als leicht vertracktes Riffmonster oder „Mass Infestation“ als unwiderstehlicher Straight-Forward-Hassbrocken – bangbares Material gibt’s zuhauf zu bestaunen. Das extra für den Alten Kontinent nachgeschossene Bonusstück „Deadly Restraints“ besticht am Ende sogar mit CANNIBAL CORPSE-artigen Death Metal-Licks. Chapeau – nix neues oder wild aufregendes, aber definitiv was erdig-traditionelles. Reicht ja oder?



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (19.04.2012)

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