Cavo - Thick as Thieves

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VÖ: 23.04.2012
Bandinfo: CAVO
Genre: Alternative Rock
Label: Eleven Seven Music
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Lineup  |  Trackliste

Gleich vorweg: „Thick As Thieves“ ist für mich eine der Überraschungen 2012. Fast wäre mir diese Scheibe im Veröffentlichungswust durch die Lappen gegangen. Augenscheinlich hierzulande gänzlich unbemerkt (zumindest ich habe die Band noch nie richtig wahrgenommen) können die vier Amis in ihrem Heimatland auf beachtliche Erfolge zurückblicken, immerhin konnten sie ihr Album „Bright Nights, Dark Days“ auf einem Major-Label veröffentlichen, einige Singles starteten in den Sparten-Rockcharts durch. „Let It Go“ dürfte einigen vom „Transformers (Die Rache)“-Soundtrack her bekannt sein. Gleichwohl sich CAVO dem typischen Collegeradio-US(Hard-)Rock verschrieben haben, verstehen sich die vier jungen Herren auf das Ersinnen von irrsinnig tollen Refrains und mit einer irrsinnigen Vehemenz ins Ohr fressenden Melodien. Mit scheinbarer Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit und einem unglaublichen Gespür für zeitgemäße Hits und breitenwirksame Rocksongs feuert das Quartett aus St. Louis aus allen Rohren. CAVO haben zwar nicht die Überknaller-Hits (gegen die der Rest des Albums dann im Regelfall aber abstinkt) am Start, können aber mit einer bemerkenswerten Klasse über fast die gesamte Albumlänge aufwarten. Eigentlich will ich auf die Nennung von einzelnen Nummern verzichten, die gesamte CD ist einfach nur ein Kracher. Egal ob der powergeladene Titeltrack/Opener oder die zweite Single „Celebrities“, das kernige „Circles“ oder das einprägsame „War Within“ - die ersten acht Songs sind allesamt tolle, moderne Rock-Kraftpakete (und zwei bedächtigere Nummern), die vor Knackigkeit und Frische nur so strotzen.



Während ich diese Zeilen schreibe höre ich mir „Thick As Thieves“ zum x-ten Male an um mögliche Schwachstellen herauszufiltern. Schon längere Zeit habe ich kein dermaßen kompakt hochqualitativ geschriebenes Album mehr hören dürfen, das kaum eine Schwachstelle beherbergt. Lediglich „Last Day“ kommt ein wenig abgelutscht um die Ecke. CAVO rocken dermaßen am oberen Limit der Qualitätsskala, dass die Jungs fast schon Gefahr laufen, auf diesem Hi-Level der einzelnen Smasher zu stagnieren und langweilig zu werden, doch das ist bekanntlich Jammern auf höchstem Niveau. Die (wie bei den meisten Bands) ausbaufähige kompositorische Vielfalt darf dem Quartett nicht negativ ausgelegt werden, vielmehr ist hier ein Entwicklungsfeld zu erblicken, das die Band aufgrund der zur Schau getragenen Weltklasse in gleicher Weise mit Leichtigkeit beackern könnte. Die Ballade „Never Gonna Hurt“ oder das ruhigere „California“ sind hier sicher ein Schritt in die richtige Richtung, eine amtliche Billboard-Chart-Ballade könnte aber wahrscheinlich einen zusätzlichen karrieretechnischen Sprung nach vorne bedeuten. Dass der ultimative Single-Hit fehlt, will ich den Jungs ebenfalls nicht zum Vorwurf machen.

„Thick As Thieves“ fetzt und rockt bärenstark und verleitet unmittelbar zum Mitwippen, Mitsummen und –singen. Die Jungs um Frontman Casey Walker sind hungrig, unverbraucht und bei Eleven Seven Music unter Vertrag (das ja auch die Heimat von MÖTLEY CRÜE, DROWNING POOL, BUCKCHERRY, PAPA ROACH oder HELLYEAH ist), was sollte dem Quartett und einem breiteren Durchbruch noch im Wege stehen? Leute, kein Witz…jeder Song für sich ist ein kleiner Hit und könnte aus der Feder der ganz Großen des Genres stammen. CAVO brauchen sich hinter Topacts und Megasellern wie DAUGHTRY, CREED, 3 DOORS DOWN, SHINEDOWN und NICKELBACK nicht eine Sekunde verstecken! Dermaßen catchy, einprägsam und edelmetallverdächtig und dabei niemals anbiedernd oder platt ist dieses Modern Rock Album geraten. CAVO haben für mich ein Superalbum abgeliefert, das den Test Of Time (hoffentlich) überstehen wird und sind eine Band für die großen Bühnen dieser Erde! Unbedingt reinhören! Let The Good Times Roll!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (03.05.2012)

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