SOUL SACRIFICE - Carpe Mortem

Artikel-Bild
VÖ: 29.06.2012
Bandinfo: SOUL SACRIFICE
Genre: Thrash Metal
Label: Massacre Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Özgür Özkan (Bass & Vocals), Feyzi Ocak (Lead Guitar), Onur Akça (Drums) und Maksim Kirikoglu (Lead Guitar) - das sind die Mitglieder der türkischen Thrash-Metaller SOUL SACRIFICE. Die Band wurde von Maksim und Feyzi 1997 gegründet, erhielt Mitte 2003 ein verändertes Line-Up und spielt seither in der heutigen Zusammensetzung.

“Stranded Hate”, das erste Album erschien 2005, war ein Erfolg und katapultierte SOUL SACRIFICE zur „erfolgreichsten Liveband der Türkei“. Nun legt die Band mit "Carpe Mortem" nach.
SOUL SACRIFICE finden dabei eine spannende Mischung zwischen solidem Thrash Metal und folkloristischen Bezügen. Darunter darf man allerdings keine Djembé-Orgien und Bauchtanzekstase verstehen. Es sind vielmehr feine orientalische Tonalitäten, welche als Elemente eingefügt werden und immer wieder ein wenig durchschimmern.

Das Album beginnt mit „Requiem“, einer ruhigen, langsamen Nummer, eine Mischung aus westeuropäischem Kirchenlied und dem Wehklagen einer Frauenstimme im typisch arabischen Singsang. Sie geht dann nahtlos über in „Bullet Proof“, Metallarbeit mit zwei Stimmen, growl und clear, mittelschnell hämmernden Beats und einer Leadgitarre, welche sich zeitweise in Soli verirrt, dann aber sofort wieder in den Kreis der Riffkollegen eintaucht.
„Comatose“ setzt mehr Tempo auf, wirkt wie Musik aus einer Werkhalle, wechselnde Tempi und wieder der Gesang zweier Stimmen. Das scheint eine Art Markenzeichen zu sein und macht das ganze Album interessant.

O.L.B. fängt im typischen Headbanger-Rhythmus an, geht dann aber schnell und erbarmungslos ab und hält das Tempo bis zum Ende. „Keske“, türkisch für „Wenn doch…“ erinnert mich mit seinen Riffs, seiner Rhythmik an AMON AMARTH, erfrischend und sauber gespielt ist das Gitarrensolo. „Fly Forever“ ist schnell, heftig in Gesang und Beat, ansonsten aber unspektakulär. Der Titelsong „Carpe Mortem“ ist dann ein gutes Stück Experimentierfreude. Fast schon schleppende Gitarrenläufe, dazwischen Töne wie Delphingesang und ein Pulssignal mit Exit-Line am Ende. Eine spannende, moderne Metalnummer, dabei fast balladenhaft.

„Sarcastic Existence“ und „Exile“ schließen das runde Album ab, solide Metallarbeit, ohne wirklich spektakulär zu sein. Reinhören lohnt sich aber allemal.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (21.06.2012)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Nordic Union
ANZEIGE