Bloodsucking Zombies from outer Space - Decade Of Decay - Gravest Hits (Compilation)

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VÖ: 18.05.2012
Bandinfo: BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE
Genre: Rockabilly
Label: Mosaik Music Promotion
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Lineup  |  Trackliste

Zehn Jahre und vier Alben sind sie mittlerweile schon alt, Österreichs feinste und qualitativ hochwertigste Psychobilly-Combo BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE. Da darf dann wohl auch der Rezensent ein bisschen nostalgisch werden. In einem warmen Frühlingsmonat im Mai 2005 war es, als die Horror-Movie-Fanatiker beim Shake Your Bones-Festival im oststeirischen Weiz eines ihrer ersten Konzerte in der grünen Mark gaben und mir in meiner (immer noch anhaltenden) Spätpubertät im Vorfeld viel zu lachen gaben. Die clowneske Schminke (einst waren nur EMPEROR und GORGOROTH true!), das langweilige Riffgeschunkle (nur DEICIDE und SLAYER waren Männer!) und das völlige Fehlen jeglicher Grunz/Keif-Geräusche (Lösung – siehe obige Klammerbemerkungen) taten ihr Übriges. Doch an diesem ominösen Tag wurde ich durch die wuchtige Bühnenpräsenz nicht nur Fan der Wiener, nein, ihr Jungs habt mit diesem Auftritt auch zu den Wegbereitern gehört, die mein musikalisches Spektrum deutlich erweitert haben.

Feuer und Motivation haben sich bei den Jungs bis heute nicht verändert und sämtliche Alben sind wertvolle Kleinode, die in jede Sammlung qualitätsohriger Gitarrenrocker gehören. Und weil das Feiern mit einem Jubiläumsscheibchen gleich viel besser und cooler ist, gibt’s es zum großen Fest das 16-trackige, keine Wünsche offen lassende Best-Of-Rillchen „Decade Of Decay“, auf dem nicht nur die zahlreichen Dauer-Maniacs eine schöne Zusammenstellung finden, sondern auch so manch unbedarfter Jungspund eine Entdeckungsreise in die schönen Weiten österreichischer Undergroundmusik unternehmen kann. Immer noch in der Urbesetzung unterwegs und längst durch ganz Europa wildernd, haben die ZOMBIES völlig zurecht einen festen Standpunkt auf der Akustikkarte am Alten Kontinent eingenommen. Auf diesem schönen Querschnitt merkt man auch erst, wie vielseitig die Burschen eigentlich unterwegs sind.

Vom eruptiven Punkmonster „Cannibal Holocaust“ über die unwiderstehliche Groove-Maschinerie „Monster Mutant Boogie“, das an Ska angelehnte „Moonlight Sonata“ bis hin zum fast schon perfekten Wiener-Lokalkolorit-Song „Mörder Blues“ (hier in der Liveversion) – da ist für jeden was dabei. Mit „Decade Of Decay“ hat das Quartett zudem noch einen flotten Up-Tempo-Song brandneu eingespielt. So macht Musik Spaß, so wird der aufkommende Sommerbeginn noch heller, so lässt es sich auch im Wohnzimmer shaken – Chapeau meine Herren. Hoffentlich noch weitere zehn Jahre – und bitte auch weiterhin pubertierende Engstirn-Metaller bekehren – sie werden es euch irgendwann danken.



Ohne Bewertung
Autor: Robert Fröwein (12.05.2012)

WERBUNG: Hard
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