Last Warning - Chainbreaker

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VÖ: 22.05.2006
Bandinfo: The Last Warning
Genre: Metal
Label: Ton 4 Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Also einfach haben sie es mir nicht gerade gemacht die fünf Obdacher von LAST WARNING, schlicht und einfach (fast) unkategorisierbar sind die Herren, munter wird da traditioneller Metal mit Hardcore Attitüde gepaart, meistens eher sperrig gehalten, offenbart sich das – meiner Meinung nach – mit 14 Songs definitiv zu lang geratene Album erst nach etlichen Durchläufen. Zwar bleibt schon zu Beginn hie und da was hängen – wie zum Beispiel die mit Abstand beste und auch eingängigste Nummer „Sorry“ (warum die jedoch ganz zum Schluss platziert wurde will irgendwie nicht in meinen Schädel), aber sonst muss man schon eine gehörige Portion Geduld aufbringen, um in die Soundkonstrukte der Jungs einzutauchen.

Bringt man die besagte Geduld jedoch mit, gefallen im Laufe der Zeit Songs wie „Through clear waters“ – mit Sprechgesang unterlegter, eher schnell gehaltener HC-Thrasher, das ebenfalls munter und flott vorgetragene, ja zeitweise sogar eine Spur eingängigere „Memories“ oder der akustisch beginnende Opener „Save Me“ durchaus und heben „Chainbreaker“ in doch höhere Regionen der Richterskala, auch weil besagtes „Sorry“ eindeutig ein Hammersong geworden ist, der die gefühlvolle, die zarte Seite der Tough-Guyz zeigt, semi-balladesk daherkommt und in einem von brettharten Riffing unterlegten Mörder-Refrain gipfelt (Jungs da ist Euch ein Geniestreich gelungen!).

Aufgeschlossene ZeitgenossInnen, die jenseits vom EinheitsMetalHardcore Sound genug Open-Minded sind, werden ebenso wie ich anerkennen, dass „Chainbreaker“ auch international wird reüssieren können – Respekt an Rol Sattler und seine Jungs, nach den ersten Durchläufen hätte ich so eine Meinungskorrektur meinerseits nie und nimmer für Möglich gehalten!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (30.07.2006)

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