Malice - New Breed Of Godz

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VÖ: 25.05.2012
Bandinfo: Malice
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

MALICE, eine Kulttruppe die in den 80ern mit „In The Beginning“ und „License To Kill“ zwei Referenzwerke in Sachen Metal abgeliefert hat, feiert ein fulminantes Comeback. Nach diesen zwei überragenden US-Powermetal-Klassikern kam noch die Mini-CD „Crazy In The Night “, mit dem ausgezeichneten Titeltrack. Wobei dieser Song für den Film „Ich bin du“, der 1988 zu einer der „liebenswertesten“ Komödien des Jahres zählte, verwendet wurde.

Diese Marketinggeschichte sollte einfach der Band einen kleinen Schub in Sachen Popularität verpassen. Dazu wurden die Herren 1986 mit den Todschlägern von SLAYER auf Tour geschickt. Das tat ihnen nicht sonderlich gut, weil sie vom fanatischen SLAYER-Publikum fast komplett ignoriert oder sogar ausgepfiffen wurden. Jetzt ist die Band retour und die drei Original-Mitglieder Jay Reynolds (Guitars), Mick Zane (Guitars) und Mark Behn (Bass) haben mit dem neuen Sänger James Rivera (HELSTAR) und dem neuen Drummer Pete Holmes (BLACK N'BLUE) vier neue Songs und acht Oldies eingetrümmert. Natürlich dürfen da legendäre Songs wie „Air Attack“, „Chain Gang Woman“ und „Godz Of Thunder“ nicht fehlen.

Diese wurden mit einem zeitgerechten Sound versehen und entsprechend produziert. Auch der legendäre „Licence To Kill“-Opener „Sinister Double“ ist in einer Neufassung zu hören. Ohne Frage, gute Songs, fetter Klang aber halt nur eine Neuauflage und streckenweise klingt die Scheibe wie eine Cover-CD, was aber absolut nicht böse gemeint ist. Das Flair vergangener Tage fehlt manchmal, zumal die Magie der alten Zeiten nicht immer auf eine neue Kapelle übertragbar ist.

Und zu Sänger James Rivera sei gesagt, dass er gelegentlich gesanglich ein wenig übertreibt und die alten unsterblichen Klassiker „zerscreamt“ besonders in höheren Lagen. Die neuen Songs sind allesamt nicht schlecht, wobei der Speedtrack „Branded“ und der Titeltrack als absolut spektakulär zu bezeichnen sind. Dennoch eine nette Idee, die alten Songs sind sowieso über alle Zweifel erhaben, die neuen auch sehr gut, also ein gelungenes Wiederhören mit meinen 80er Helden. Bin schon auf ein komplettes Studioalbum gespannt, auch wenn derzeit James Rivera, gegenüber Ursänger James Neal manchmal das gewisse Etwas fehlt, was sich aber schon bald ändern könnte. Welcome back.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: manfred (21.05.2012)

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