The Firstborn - Lions Among Men

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VÖ: 05.03.2012
Bandinfo: The Firstborn
Genre: Extreme Metal
Label: Rastilho Records
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Lineup  |  Trackliste

Und wieder mal gibt es ein neues Metal-Subgenre zu vermelden: die Musik der Portugiesen THE FIRSTBORN könnte man als „Buddhist Oriental Doom Death Metal beschreiben“ – in Anlehnung an so sinnvolle Kürzel wie „NWoBHM“ also „BODDM“. Das „Buddhist“ bezieht sich auf das Konzept hinter den Texten von „Lions Among Men“, die alle von der Mahayana-Schule des Buddhismus inspiriert sind. Durch den häufigen Einsatz der Sitar kommt das „Oriental“ in den Namen. „Doom“ bezieht sich auf das Grundtempo der meisten Songs, die zum Großteil zähflüssig wie Sludge (könnte man auch noch in den Genrenamen einbauen) daherkommen. Und am Ende bleibt auch noch ein Quäntchen Death Metal übrig, das sich aus manchen Riffs und den häufig eingesetzten Growls herleitet.

Wer mit der Beschreibung als „BODDM“ noch nicht genug hat, dem sei noch erkennbare Bandeinflüsse genannt: ähnlich wie bei progressiven Death/Black Metal Bands wie OPETH oder ENSLAVED in ihren späteren Phasen wird hier oft zwischen heftigen Riffs und ruhigen Instrumental-Passagen gewechselt. Das Tempo und die düstere Grundstimmung erinnern an die Doom-Jazzer BOHREN UND DER CLUB OF GORE. Die (oft eingesetzte) Sitar gibt dem Ganzen dann noch einen orientalischen Touch.

Die Songs sind durchwegs überlang – „Wantless“ ist mit knapp sechs Minuten noch der kürzeste Track. Die Länge kommt teilweise durch den komplexen Songaufbau zustande, teilweise werden Riffs auch zelebriert und oft wiederholt. Daran und an den tadellosen technischen Fähigkeiten der Musiker merkt man, dass die Jungs schon länger im Geschäft sind.

Auf die volle Spieldauer gesehen ist „Lions Among Men“ leider etwas einförmig geraten – es bleibt einem dann doch insgesamt zu wenig im Ohr hängen. Die ganz großen Momente und Riffs stellen sich nicht oft genug ein. Ausnahmen sind „Vajra Eyes“ und „Eight Flashing Lances“, die vom Riffing her stark an OPETH erinnern und wo THE FIRSTBORN den zugegebenermaßen schwierigen Spagat zwischen Komplexität und Eingängigkeit schaffen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (06.06.2012)

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