Saxon - The EMI Years (Compilation)

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VÖ: 08.06.2012
Bandinfo: SAXON
Genre: Heavy Metal
Label: EMI Music
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Lineup  |  Trackliste

Die SAXON-Frühjahrsfestspiele gehen unermüdlich in die nächste Runde. Nach dem Label-Riese EMI Records unlängst die „Carrere Years“, also die Anfangsphase der britischen True Metaller, in einer schmucken 6-CD-Box auf den Markt warf und auch noch die „Heavy Metal Thunder“-Vollbedienung auf CD und DVD feilbot, werden jetzt auch noch „The EMI Years“ angeboten, die als fette 4-CD-Box mit schmuckem Booklet samt Linernotes und Fotos und allerlei weiterem sammelwerten Krimskrams um die Ecke biegt. Neben den drei Studioalben „Innocence Is No Excuse“ (1985), „Rock The Nations“ (1986) und „Destiny“ (1988) gibt es besonderes Schmankerl noch einen kompletten BBC-Live-Mitschnitt aus dem legendären Hammersmith Odeon im Jahre 1985, der nicht nur Schreihals Biff Byford, sondern auch den Rest der illustren Truppe in absoluter Bestform zeigt.

Albentechnisch kam damals der große Einbruch der Adler aus Britannien. Nach dem großartigen und ungemein kommerziell ausgerichteten Riffstakkato auf „Innocence Is No Excuse“ (erinnert euch an Supersongs wie „Call Of The Wild“ oder „Back On The Streets“) kam leider der qualitative Abfall. Schon „Rock The Nations“ war derart käsig und auf brav getrimmt, dass so manchem SAXON-Maniac das Frühstück aus dem Gesicht fiel. Die Anbiederung an die amerikanische Zielgruppe hat man damals auch bei WHITESNAKE („1987“) live miterleben können, doch bei SAXON war die Gradwanderung ob der harten Alben davor doch sehr brutal. So kam dann auch wie es kommen musste und „Destiny“ kann – vor allem durch die ungewohnte Keyboardlastigkeit – getrost als Tiefpunkt der SAXONschen Diskografie eingeordnet werden. Damit waren nicht nur die 80er-Jahre beendet, sondern auch die Vertragsverpflichtungen von SAXON mit EMI. Der Wechsel zu Virgin war geebnet.

Wie wir es schon von den „Carrere Years“ gewohnt sind, haben EMI auch auf dieser feinen Zusammenstellung auf diverse Single-Versionen, Maxi-Abmischungen und Live-Titel zurückgegriffen, um den SAXON-Lunatics neben der optischen Vollbedienung auch noch möglichst viel Unbekanntes für die Ohren zu liefern. Alles in allem also eine weitere runde Sache, die Ersteinsteigern genau so viel Spaß machen kann, wie geübten SAXON-Fans, die ihre Sammlung mit dem schönen Teil aufstocken werden. Material gibt’s heuer jedenfalls genug.



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Autor: Robert Fröwein (08.06.2012)

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