POWER THEORY - An Axe To Grind

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VÖ: 29.06.2012
Bandinfo: POWER THEORY
Genre: Power Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Pure Steel Rec. bürgt mitsamt seinen Unterlabels bekanntlich für Qualität. „An Axe to Grind“, das zweite Album der Power-/Heavy Metaller POWER THEORY reiht sich nahtlos in die Serie hochkarätiger Releases aus der Stahlschmiede ein. Die schweren Jungs aus Pennsylvania bereiten ein Metalmahl großer Güte und bedienen die Erwartungen des traditionell orientierten Headbangers, der sowohl die zwingenden Vorzüge von Bands wie SAXON und anderer Koryphäen der NWoBHM als auch die drückend-wuchtige amerikanische Powermetal-Schule (wie etwa aus dem Hause von METAL CHURCH) zu schätzen weiß.

Als Amuse Gueule bringt die PT-Stahlküche das flotte „Edge of Knives“ dar, das leicht den Gaumen des Metalfeinspitz´s kitzelt. Gewohnt geschmacksicher serviert das US-Quartett ein Gourmethäppchen nach dem nächsten. „Deceiver“ ist eine fett rollende Riffwalze, das unter Trommelgewitter herausgepreßte „Pure Steel“ stammt aus dem gleichen brodelnden Topf wie der von einer fetten Bassline eingeläutete Titelsong, der sich ebenso in das hochklassige, mehrgängig gereichte Menu einreiht. Dass alle Songs trotz des kernig-kräftigen Grundtenors über ihre eigene Geschmacksnote verfügen, machen das schnelle „A Fist In The Face Of God“ (dessen plakativer Titel den Auslegungsspielraum wohl sehr einschränkt), das sägende „The Seer“ oder das klassische, galoppierend-rockige Stahlstück „On the Inside“, klar.

POWER THEORY haben die Aufgabe, aus einer grundsätzlich doch recht eng gefassten Auswahl an Zutaten mit stilsicherem und erfahrenem Händchen und einem Großmaß an Variabilität, Klasse und Ideenreichtum ein sehr gut schmeckendes Metalsüppchen zu zaubern, dessen Songs aufgrund des griffigen Songwritings kaum eine Geschmacksknospe verschont lassen, gekonnt gemeistert. Frontröhre Dave Santini tönt zudem über den saftigen Metalriffs und dem mächtigen Drumming in seinen besten Momenten wie der selige METAL CHURCH / REVEREND – Sänger David Wayne (R.I.P.). In ein geschmackvolles Albumcover getütet sollte das geneigte Metalheart schon eine verdammt gute Ausrede am Start haben, sich diesen geilen Power Metal-Rohdiamanten nicht in die Sammlung einzuverleiben.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (29.06.2012)

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