Neverborne - Self Destruct Syndrome

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VÖ: 30.04.2012
Bandinfo: Neverborne
Genre: Melodic Death Metal
Label: Glasstone Records
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Lineup  |  Trackliste

Grob umreißen lässt sich die Musik von NEVERBORNE mit “Melodic Death Metal”. Um ein bisschen präziser zu werden: auf dem Debütalbum „Self Destruct Syndrome“ bewegen sie sich irgendwo in einem Kontinuum zwischen Melodic Death Metal der skandinavischen Schule, modernem Metalcore und einem gehörigen Schuss poppigem USA-Metal. Das heißt: viele Melodien, abwechselnd Growls und cleaner Gesang, schnelle Death-Teile und Mitsing-Refrains.

Was einem schon beim ersten Hören der Scheibe auffällt, ist das gutes Händchen, das die Briten für Melodien und catchy Refrains haben. Schon den Opener „Mechanical Ruin“ kriegt man nur schwer aus dem Kopf. Und mit „Black Roses“ haben die Jungs (und die Hingucker-Bassistin) einen veritablen Hit im Gepäck. Für beinharte Metalheads bewegt sich der Track zwar schon fast schmerzhaft nahe am Kommerz-Metal a la LINKIN PARK, was nichts an der Tatsache ändert, das man sich noch Tage später dabei ertappt, den Refrain zu singen…

Aber NEVERBORNE ist nicht nur Weichspüler-Melodie-Metal; dass es die Briten auch etwas härter können, beweist vor allem die zweite Hälfte des Albums. Hier treten die Death Metal Wurzeln doch etwas stärker hervor. Ein bisschen Anteil hat daran auch die amtliche Abmischung, die in den bekannten Fredman-Studios (wo so ziemlich alle namhaften Melodic Death Gruppen schon mal aufgenommen haben) gemastert wurde.

Als kleines Manko fällt auf, dass bei manchen Texten dann doch der einfache Weg gegangen wird. So zum Beispiel beim (ansonsten durchaus hörenswerten) „With Nothing Left“ oder bei „Embers To Ashes“, das mit großen Melodien punktet, und diese Punkte dann mit recht platten Texten bald wieder verliert.

Insgesamt bewegen sich NEVERBORNE die ganze Scheibe hindurch auf einem schmalen Grat zwischen fettem Melodic Death Metal und poppig klingenden Melodien. Den Hardcore-Metal Fan wird die Sache wohl eher weniger interessieren. Allen Leuten hingegen, die gerne Refrains mitsingen und dabei nicht auf ein bisschen Härte verzichten wollen, sei „Self Desruct Syndrome“ ans Herz gelegt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (10.07.2012)

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