Testament - Dark Roots of Earth

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VÖ: 27.07.2012
Bandinfo: TESTAMENT
Genre: Thrash Metal
Label: Nuclear Blast GmbH
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Eine leichte Ernüchterung stellte sich schon ein, als TESTAMENT im Jahre 2008 ihr lang erwartetes Comebackalbum „The Formation of Damnation“ veröffentlichten. Zehn Jahre kein reguläres Studioalbum und dann konnte man der Thrash Legende nur ein „gut“ mit auf den Weg geben. OK, diesmal mussten wir lediglich vier Jahre auf neues Futter aus Kalifornien warten und siehe da, „Dark Roots of Earth“ ist wieder ein amtlicher Hammer geworden.

Bei genauerem Studium des Albums fällt sofort die deutlich basischere und auch wärmere Produktion auf, hier hat Andy Sneap mal ein wenig seine „Klinik“ entstaubt, was der Scheibe unendlich gut getan hat. Ja und dann thront wieder ein gewisser Gene Hoglan hinter dem Drumhocker und der hünenhafte Schlagwerker beweist spätestens beim zweiten Track „Native Blood“ seine Ausnahmestellung, indem er den von Hauptsongwriter Eric Peterson vorgegebenen Blastbeat in beeindruckender Manier eintrümmerte. Besagtes Schlagzeuggewitter wurde übrigens über einen hochmelodischen Refrain gelegt, was „Native Blood“ zu einem unumgänglichen Highlight auf dem neuen Album macht.

Derer gibt es aber mehrere: die unbarmherzigen Statements wie „True American Hate“, „A Day In The Death“, oder das abschließende „Last Stand For Independence“; der Titeltrack samt seinen akustischen Einlagen, oder das fast acht Minuten dauernde „Throne Of Thornes“, mit Sicherheit das epischste Stück Musik, welches TESTAMENT je auf die Menschheit losgelassen haben. Schlussendich haben TESTAMENT geschlagene 20 Jahre nach „Return to Serenity” mit „Cold Embrace” wieder eine (Halb)-Ballade aufgenommen, welche nicht nur Chuck Billys Singstimme (!!!) zurückbringt, sondern sich auch nicht vor seinen hochgelobten Vorgängern (remember „The Ballad“?) verstecken braucht.

Die Dark Roots von TESTAMENT werden mit den von der Band bekannten Gitarrenharmonien und -riffs, sowie den wirklich eingängigen Refrains unterlegt und ergeben ein erneutes Thrash Highlight in einem Jahr, wo sich der geneigte Thrash Lunatic, ob der zig herausragenden Veröffentlichungen, sowieso schon im Schlaraffenland wähnt.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Reini (17.07.2012)

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