LLVME - Yia De Nuesu

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VÖ: 24.05.2012
Bandinfo: LLVME
Genre: Pagan Metal
Label: My Kingdom Music
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Lineup  |  Trackliste

Wenn jemand sich mit dem klingenden Namen LLVME präsentiert, sich der leonischen Sprache bedient und ein progressives Gemisch aus Black, Doom, Folk, Death kredenzt, dann wird einem alsbald klar, dass dem Hörer wohl etwas schwer verdauliches bevorsteht. Und easy listening ist auch das neue Album von LLVME keineswegs geworden. Doch die gute Nachricht lautet: LLVME wurden kompakter, erwachsener, professioneller, ja einfach besser als dies nach ihrem Debüt "Fogeira De Suenos" zu erwarten war!

LLVME hatten ja immer schon gute Ideen, doch an der Umsetzung der Ideen haperte es auf dem Erstlingswerk noch. 2012 schafft man es, diesen schrägen Klangkosmos und die vielen unterschiedlichen Schichten dieser Musik zu einem wohltuenden Gebräu werden zu lassen. Wobei "wohltuend" eine waghalsige Bezeichnung des Dargebotenen ist. Man muss schon ein eigener Mensch sein, um sich an Songs wie "1188-1230" zu laben, die einerseits fragil und melancholisch sind, andererseits aber auch mit einer düsteren Aggressivität versehen wurden. Doch LLVME schaffen es auf äußerst geschickte Weise Akzente zu setzen, die Violine oder orchestrale Parts in ihren metallischen Kosmos zu inkludieren, ohne aber den bekannten roten Faden zu verlieren. "Conceyu" ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Doom Death auch melodische Einsprengsel verträgt, sogar wenn jene in Form von weiblichen Vocals in Kombination mit einer Geige in Szene gesetzt werden. Andererseits verlieren sich folkigere Songs wie "Purtielle De La Liliata" nicht in schunkeligen Belanglosigkeiten, da ihre metallischen Wurzeln niemals vergessen werden. Vielschichtigkeit bestimmt auch das Treiben bei "Yia Fatu A Terra" oder dem giftigen tödlich-schwarzem Gebräu "Vettonia".

LLVME brauchen natürlich etwas Zeit um zu zünden. Und sie brauchen tolerante Hörer, die sich an schrägen Teilen nicht stören. Doch wenn die Faktoren Toleranz und Geduld auf Rezipientenseite erfüllt sind, so kann man viel Freude mit dieser Veröffentlichung haben. Denn LLVME haben - auch wenn sie noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind - qualitativ einen großen Schritt nach vorne gemacht.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (13.08.2012)

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