The great awakening - 3 of a kind

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VÖ: 21.06.2012
Bandinfo: The great awakening
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Gleichzeitig das Promoalbum mit iTunes hören und die Website von GREAT AWAKENING besuchen – die totale Thrash-Überdosis. Auf der Site geht es nämlich auch gleich mit dem Sound los. Und der geht „voll fett“ ab.
Gleich die erste Nummer der vier Jungs aus Florida führt ihren Titel ad absurdum – „Neutralized“ ist da gar nichts. Volle Kanne Drums, brettharte Riffs und eine Stimme, wie sie sein muss – Loud’n’Proud.

GREAT AWAKENING gibt es seit 2006. Die Brüder Nick und Vinnie Butera, damals gerade 14 und 17 Jahre alt, suchten lange nach Mitgliedern, die etwa im selben Alter waren und doch engagiert genug, um zu üben und an Gigs teilzunehmen. Und wie macht man das, wenn man aus alter italienischer Tradition abstammt; wie die Mafia erst einmal in der Familie schauen. Dort fand sich dann Cousin Brandon Butera, der den Bass- und Gesangspart übernahm. Die Bemühungen um einen richtig fetten Sound führten dann dazu, dass das Trio nach langer Suche in Ryan Kenyan den zweiten Gitarristen und Sänger fanden. Damit war das Quartett komplett. Als Brandon Butera die Band dann verließ, machte er Platz für Cory Lobkovich, einen langjährigen Freund. Dieses Line-Up ist bis heute aktuell.
Das vorliegende Compilation-Album enthält 13 Songs in der guten, alten Thrash-Tradition. Die Band gibt denn auch an, dass sie sich von METALLICA, SLAYER und PANTERA inspirieren lassen. Auf „3 Of A Kind“ sind Titel der EP „Thrash `til You Die“ von 2008 sowie der Demos „Hit `n`Run“ von 2009 und „Neutralize“ von 2011 drauf.

Und das Album thrasht ganz schön. Außer Vollgas kennen die Mannen kein Tempo, sei es nun an der Gitarre oder den Drums.
Mich überzeugen vor allem die Gitarren, sowohl Rhythmus- als auch Lead-Stromruder sind vom Feinsten. Ich finde viele Schnipsel, die mich an TED NUGENT erinnern. Der ist zwar ein reaktionärer, republikanischer Waffennarr – als Gitarrist bleibt er aber eine Referenz.
„Neutralize“ und „All Systems Fail“ sind meine Lieblinge auf dem Album, bei „Thrash `til You Die“ überzeugt mich der Beginn mit Gitarrenriffs und –soli. Freunde schnellen Metals kommen sowieso auf ihre Rechnung – das Album kennt kaum beschauliche Parts. „War Mentality“ lullt einem zwar die erste Minute mit gezupfter Gitarre und langsam wummerndem Bass ein, dann lädt Nick Butera an der Waschküche aber wieder zum Metalfest.

Mit „Annihilation“ beschließt die Band einen Sampler, der wirklich „faster, louder, harder“ kaum mehr sein könnte. Allerdings, und das ist meine einzige Kritik, etwas mehr Abwechslung, der eine oder andere etwas ruhigere Song, das eine oder andere ausgebaute Solo, das wäre eine Steigerung, die noch mehr Spaß machen würde. Aber geben wir den Jungs eine Chance und warten, was ein nächstes Album bringen wird. Und - vielleicht sieht man die Thrash-Knaben auch auf dem alten Kontinent einmal live…



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (04.08.2012)

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