Royal Republic - Save The Nation

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VÖ: 24.08.2012
Bandinfo: Royal Republic
Genre: Punk Rock
Label: Warner Music
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Nix scheißen und einfach drauflos. Eine Variante, die zwar mutig ist, aber in Bewerbungsgesprächen, Liebesbekundungen oder – wie im Fall der Schweden ROYAL REPUBLIC – musikalischen Stelldicheins für unerwartete und damit einhergehend umso tollere Erfolge sorgen kann. Mitten im Sommer 2010 knallte das Quartett aus Malmö mit dem Debütalbum „We Are The Royal“ direkt in die Charts und hatte mit der Mischung aus überzogenem Selbstvertrauen, lässig-lockerem Songmaterial und unbeschreiblicher Coolness genau die richtige Mischung gefunden, um Hard Rocker, Frequency-Stammgäste und prollige Schnauzbartträger gleichermaßen zu begeistern.

Nach unzähligen Touren und Festivalauftritten kennt man das Rotzrock-Geschwader mittlerweile auch in hiesigen Breitengraden gut. Wer einen Reifeprozess oder das Besinnen auf Vernunft erwartet, kann sich getrost vom Artikel abwenden, denn frei nach Sänger Adam Grahns Statement „wir waren nach den Touren komplett auf Adrenalin und wussten nicht, wie wir damit umgehen sollten“ haben ROYAL REPUBLIC mit dem Zweitwerk „Save The Nation“ ein in der Intensität nicht zu erwartendes Straight-Forward-Album mit viel Punk Rock- und DIY-Attitüde heraus geschnitzt. Aufgenommen in den kultigen Hansa Studios in Berlin (Remember DAVID BOWIE, U2 etc.) entfachen die unverbrauchten Schweden ein rockiges Sperrfeuer, das man auch in diesem Jahr am besten mit den HIVES vergleichen kann.

Hits, Hits, Hits heißt dabei auch hier wieder die Devise. „Save The Nation“, „You Ain’t Nobody (Til Somebody Hates You)“, „Be My Baby” – alles veritable Hitparadenkracher, für die weniger Begabte Rocker töten würden. Erst das etwas ruhigere „Everybody Wants To Be An Astronaut“ geht ein bisschen vom Gas und zeigt ROYAL REPUBLIC etwas melodischer und ausgeruhter mit dem Songmaterial umgehen. Prinzipiell geben die Skandinavier aber gerne Gas, erinnern partiell sogar ein bisschen an selige Disco-Zeiten (so wie etwa bei der ersten Singleauskoppelung „Addictive“) oder packen die Funk-Keule aus („Sailing Man“). Kurz, kräftig und eindrucksvoll – „Save The Nation“ ist bissig und gefährlich ausgefallen und hilft der coolen Schweden-Combo mit Sicherheit die nächsten Schritte auf der Erfolgsleiter zu nehmen. Rockt jedenfalls gewaltig!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (17.08.2012)

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