GIVE EM BLOOD - Seven Sins

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VÖ: 07.09.2012
Bandinfo: GIVE EM BLOOD
Genre: Deathcore
Label: Bastardized Recordings
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Kernige Steirerbuam sind sie, die Hardcore-Schergen von GIVE EM BLOOD, die es innerhalb von nur drei Jahren geschafft haben, sich in Europa einen wirklich guten Namen in der Szene zu machen. Permanentes Touren, Motivation bis in die Haarspitzen und eine eifrige Booking-Agentur haben es ermöglicht, dass die Jungs schon halb Europa beackert haben und vor Kurzem sogar beim spanischen Resurrection Fest mit Größen wie AT THE GATES, den DEAD KENNEDYS und den SUICIDAL TENDENCIES die Bühne geteilt haben. Das Signing bei Bastardized Records und das damit einhergehende Debütalbum „Seven Sins“ waren somit nur die logischen nächsten Karriereschritte.

Selbstverständlich kann man sich Jahre nach dem Abklingen der großen (Death/Metal)Core-Welle fragen, ob Alben wie diese hier überhaupt noch notwendig sind, doch wie in allen Musikrichtungen kommt es auch beim Core schlussendlich nur darauf an, wie kreativ und innovativ die Künstler an die Sache rangehen. GIVE EM BLOOD haben sich auf „Seven Sins“ vom pseudo-gesellschaftskritischen Weltverbesserer-Bild der Konkurrenz ferngehalten und berufen sich – nomen est omen – auf die eine Beziehungsgeschichte mit den sieben Todsünden, die in Rhythmus-gewaltige, zutiefst aggressive Akustikkapitel aufgeteilt wurden. Um die Atmosphäre zu verstärken und das Konzept zu verdichten wird die Scheibe nicht nur durch eine stimmungsvolle „Introduction“ eingeleitet, sondern auch ein ruhiges, akustisches „Interlude“ rein gewebt.

Dazwischen reagiert natürlich die Brechstange. „Beautiful Black Heart“ etwa groovt in einfallsloser, aber wirkungsvoller EMMURE-Art durch den Äther, „Brakish Rain“ treibt das Tempo bis zum gesampelten Ende hingebungsvoll nach vorne und das elegische „Save Me…“ wirkt mit seinem Melodienreichtum gar schon etwas episch. Die teils gescreamte, teils gegrunzte Stimme von Brüllwürfel Matthias beweist zudem, dass der bei Livekonzerten oftmals angepisste und Semisympathie ausstrahlende Sänger sein Metier zu hundert Prozent beherrscht. Ansonsten regiert im Großen und Ganzen der durchschlagskräftige Genre-Bollo-Sound, der angenehmerweise oft mit durchdachten Arrangement-Wechseln vor Fadesse bewahrt. Somit bleibt „Seven Sins“ ein gut gemachtes und vor allem spannendes Album, das mit einem Schuss genau so wuchtig endet, wie es klingt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (31.08.2012)

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