Cripper - Antagonist

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VÖ: 22.06.2012
Bandinfo: CRIPPER
Genre: Thrash Metal
Label: SAOL
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Lineup  |  Trackliste

CRIPPER zählten in den letzten Jahren zu den gerne als "Geheimtipp" bezeichneten Bands der deutschen Metalszene. Bereits das Debüt "Freak Inside" der Hannoveraner war anno 2007 ein kleines Meisterwerk. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen und man hat sich an diese Band gewöhnt: Keiner ist mehr verwundert, dass diese aggressiven, bissigen Vocals von einer jungen Dame dargeboten werden. Nein, Britta Görtz zählt inzwischen zu den bekannteren und angesehenen Vokalistinnen Im Metal-Genre. Und eines lässt sich vorweg nehmen: Auch das neue Album "Antagonist" überrascht den Hörer nicht, denn CRIPPER bleiben ihrer Linie zu 100% treu, schaffen es aber auch mühelos den eigenen Qualitätsstandard ein weiteres Mal zu erreichen.

Und dies erreicht man in Form einer Entwicklung, die man getrost als "natürlich" bezeichnen kann. CRIPPER klingen nach wie vor wie CRIPPER, scheuen sich aber auch zu keinem Zeitpunkt etwas über den Tellerrand zu blicken. Denn auch wenn die dicken Riffs und die aggressiven Vocals nach wie vor die Songs zu prägen wissen, so variiert man zwischen gemäßigtem Midtempogroove (z.B: "Not Dead Yet") und den obligatorischen Nackenbrechern (z.B. "Dogbite" und "Another Lesson In Pain"). Überraschend dunkel und schwer wird es bei "Totmann", einem der besten Songs dieses Albums, der auch live für viel Bewegung sorgen dürfte. Und das ist noch nicht alles: Bei "General Routine" transferiert man kurzfristig die Bay Area ohne Weiteres mal nach Hannover, bei "Cocoon" lässt man ein gewisses Maß an Epik zu und weiß auch damit zu überzeugen und bei "Clean" beweist man abermals, dass auch man auch Rockriffs in den Thrash Metal inkludieren kann.

"Antagonist" ist in allen Nuancen gut durchdacht: Das Cover passt wie die viel zitierte Faust aufs Auge zum Titel des Albums, die Produktion ist gut gelungen und auch der musikalische Inhalt lässt wenig zu wünschen übrig. Ich denke zwar nicht, dass CRIPPER bereits am qualitativen Höhepunkt angekommen sind (da geht noch mehr in den Punkten Hitdichte und Originalität), doch die Band liefert abermals eine sehr gute Veröffentlichung ab. Als Anspieltipps nenne ich an dieser Stelle "Totmann", "Clean", "Cocoon" und "Dogbite". Wer auf Thrash Metal steht, sollte CRIPPER's "Antagonist" antesten - Kaufempfehlung!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (24.09.2012)

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