Anvil - This Is Thirteen (Re-Release)

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VÖ: 21.09.2012
Bandinfo: ANVIL
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Mit der schmucken Digipak-Version von “This Is Thirteen” endet der Re-Release-Reigen von altherkömmlichen ANVIL-Platten über SPV/Steamhammer nun endgültig. Nach den vielen Doppelpackungen haben sich die Macher des Labels entschlossen, das eigenproduzierte 2007er Werk der Kanadier als Einzelversion zu publizieren. Angesichts der Tatsache, dass „This Is Thirteen“ mit einer knappen Stunde Spielzeit auch das eindeutig längste Album der Bandgeschichte ist, ein durchaus nachvollziehbarer Vorgang.

„This Is Thirteen“ stellte für ANVIL eine Veränderung in mehreren Bereichen dar. Bis auf ein paar übrig gebliebene Gastsolos waren die Jungs erstmals als Three-Piece unterwegs - Langzeitgitarrist Ivan Hurd verließ die Combo schon zuvor – erstmals seit dem Meisterwerk „Forged In Fire“ engagierte man wieder Produzent Chris Tsangarides und dass das Album außerhalb Kanadas, nämlich in England aufgenommen wurde, stellte ebenso eine Premiere dar. Das ungewohnt mystische Cover-Artwork deutete bereits an, dass ANVIL – hier ohne Plattenfirma – neue Wege beschreiten würden. Keine Spur von der Aggressivität eines „Still Going Strong“, zum Glück auch keine Anzeichen lauwarmer Instrumentierkunst wie auf dem zurecht gefloppten „Back To Basics“ – auf „This Is Thirteen“ regierten Diversität, Abwechslung und Mut zum Risiko. Ein Schritt nach vorne, der auch von den Kritikern durchaus wohlwollend aufgenommen wurde.

ANVIL traten erstmals richtig auf die Bremse und verloren die Furcht vor Laid-Back-Tracks wie dem bleischweren Titeltrack, dem stark nach JUDAS PRIEST klingenden „Burning Bridges“ oder dem epischen, mit Chören ausgestatteten Bonustrack „Thumb Hang“. Dass trotzdem noch genug Zeit für Highspeed-Hymnen blieb, konnte den zuletzt enttäuschten Fans nur Recht sein. Die Heavy-Metal-Schlachtplatte „Ready To Fight“ ist bereits im Titel Programm, „Worry“ ein rifflastiger Gitarren-Kracher und mit den Songs „Feed The Greed“, „American Refugee“ und „Flying Blind“ stieß man die Tür zum traditionellen MOTÖRHEAD-Punk’n’Roll/Metal so weit wie nie zuvor auf. Auch wenn – typisch ANVIL – so mancher Song („Room #9“, „Game Over“) ziemlich holprig und unausgereift klingt, gelang den Ahornblättern mit „This Is Thirteen“ ein zu dieser Zeit nicht mehr für möglich gehaltenes Album voll Liebe und Qualität. Am Ende des Aufnahmeprozesses zum Album begannen übrigens die Dreharbeiten für den ANVIL-Film. The Rest Is History…



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (20.09.2012)

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