RIFF RAFF - Leaving DC

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VÖ: 10.08.2012
Bandinfo: RIFF RAFF
Genre: Rock
Label: SAOL
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Lineup  |  Trackliste

Die Berliner Rockband RIFF RAFF wird in unseren Breiten noch nicht so bekannt sein, daher eine kurze Vorstellung: Gegründet vor nunmehr 15 Jahren, machten sich RIFF RAFF als äußerst erfolgreiche AC/DC-Coverband in Deutschland einen Namen. Nach einem Experiment, bei dem die Berliner ABBA–Klassiker in Metal-Manier präsentierten, wollen sie sich nunmehr von ihren australischen Vorbildern emanzipieren. „Leaving DC“ ist der bedeutungsvolle Titel des vorliegenden Albums mit Eigenkompositionen. Das Ergebnis ist ein durchaus gelungener, 14 Titel umfassender Longplayer in klassischer Hardrock-, Bluesrock-, bis hin zu Southernrockmanier.
Natürlich können RIFF RAFF ihre AC/DC-Vergangenheit nicht verleugnen, erinnern doch die Vocals von Steve Betteridge oftmals an Brian Johnson, aber nicht ganz so Whiskey-/Nikotindurchtränkt und gepresst. Auch Sologitarre und Rhythmusfraktion erinnern ab und zu an glorreiche Zeiten der Australier.

Die meisten Songs rocken ohne Ende, die Protagonisten strotzen vor Spielfreude, ein Riff jagt das andere, abwechslungsreich, groovig, hin und wieder banale Texte. Kurz: Eine Hardrockscheibe wie aus dem Lehrbuch. Anspieltipps gibt’s zuhauf: „Liar“, eine halbe Ballade in amerikanischer Tradition, „One For The Road“ mit leichtem Sleaze-Touch, „Hail The Rockin‘ Man“ ein höllischer Rocker, „I'm Not The One" und „Give'm Rhythm" als typische AC/DC-Klons, „Long Live The Night" erinnert an Bon Scott Zeiten, „We Came, We Saw, We Had A Ball" als Beispiel für dreckigen Hardrock mit etwas einfältigem Text, „Good Times - Bad Times" groovt bluesig wie in Texas, bei „Rev' Up - Ride On" schreit sich der Sänger die Seele aus dem Leib wie Dan McCafferty in seinen besten Zeiten, "Miracle Man", ein interessanter Titel mit längerem instrumentalen Mittelteil.
Fazit: Da auch die nicht erwähnten Titel hohe Qualität aufweisen, kann man von einem äußerst gelungenen Debüt sprechen und eine unbedingte Kaufempfehlung für alle, die traditionellen Hardrock lieben.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (02.10.2012)

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