Rebellion - Arminius:Furor Teutonicus

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VÖ: 26.10.2012
Bandinfo: REBELLION
Genre: True Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

„The tribes are united – united as one“

Die Römer erlebten die “teutonische Raserei“ in der Schlacht von Noreia 103 v. Chr. zum ersten Mal. Dort und in weiteren Schlachten wurden sie von den vereinigten Teutonen, Kimbern und Ambronen empfindlich geschlagen. Erst 102 und 101 v. Chr. konnten die Stämme besiegt werden – nachdem sie sich getrennt hatten. Diese Kriegszüge prägten, verbreitet durch den Chronisten und Dichter Lucanus, den Begriff „Furor Teutonicus“.
REBELLION widmen sich erneut einem historischen Stoff auf dem neuen Album. Für einmal jedoch nicht Wikingergeschichte wie in ihrer Trilogie „The History Of Wikings“ in den Jahren 2005 bis 2009.

Seither hat sich die Band auch stark verändert, das Line-Up hat sich grundlegend gewandelt. Nur gerade Tomi Göttlich am Bass und Sänger Michael Seifert sind von der ursprünglichen Besetzung übrig. Die True Metaller wurden mit den beiden Gitarristen Oliver Geibig und Stephan Karut sowie dem Drummer Matthias Karle ergänzt. Und in dieser Besetzung liefern sie jene Qualität ab, für welche die Hessen schon vor 2010 bekannt waren.
Mit „Arminius: Furor Teutonicus“ legen sie ein powermäßiges Album vor, welches – wie es sich für ein Konzeptalbum gehört – rot durchfädelt ist. Das Album erzählt jedoch nicht die Geschichte der oben erwähnten Teutonen-, Kimbern- und Ambronenkriege, sondern jene der berühmten Varusschlacht. Hier stieß der römische Senator Varus auf ein Germanenheer unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius.

Varus ging mit dem größten Teil seines Heeres nach mehrtägiger Schlacht unter. Er verlor fast 20.000 Soldaten und nahm sich noch auf dem Schlachtfeld das Leben. Arminius wurde nachher zum Inbegriff der „deutschen Raserei“. Interessant dabei ist, dass Arminius als Verbündeter Roms galt und in gewissem Sinn Verrat an Varus beging. Für die deutsche Geschichte bleibt er dennoch ein Held, ein Symbol nationaler Identität.

REBELLION setzen die Geschichte in einem vielfältigen Album um. Es beschreibt das Leben des Arminius. Dabei wechseln sich sehr melodische, bedächtige Tracks wie „Rest In Peace“, „The Seeress Tower“ oder das „Requiem“ ab mit speedigen Powersongs wie „Ala Germanica“, „Dusk Awaiting Dawn“, „Breeding Hate“ oder „Tribes United“.
Die Hessen beschwören mit ihrem True Metal Sound eine Grundstimmung, die gut zu unserem eher verklärten Germanenbild passt. Da rennen sie, schwingen Schwerter und Streitäxte, besaufen sich mit Met aus ihren Hörnern und sind so heldenhaft, dass es kaum zu ertragen ist.
REBELLION liefern dazu den perfekten Soundtrack – stark, kompakt mit knatternden Gitarren, druckvollen Drums und vor allem der Stimme von Michael Seifert, der unbeschwert zwischen Klar- und Growlgesang wechselt und damit die jeweilige Stimmung der Songs verstärkt. Mir gefällt das "Requiem" besonders gut - fast schon zum Heulen…

„Arminius: Furor Teutonicus“ ist ein geiles Metalalbum. Abwechslungsreich, intelligent komponiert und mit viel Groove eingespielt. Kurz gesagt: Must Have!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (19.10.2012)

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