Threshold - Extinct Instinct - Definitive Edition

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VÖ: 12.10.2012
Bandinfo: THRESHOLD
Genre: Progressive Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Gerne erinnere ich mich zurück an die Zeiten, als man noch nicht bequem von zu Hause aus im Internet die Neuveröffentlichungen durchstöbern konnte. Der Weg in das Plattengeschäft seines Vertrauens wurde noch regelmäßig angetreten und dort in alles reingehört, was halbwegs interessant ausgesehen hat. Mitunter konnte man da die eine oder andere Perle entdecken und genauso ist es mir damals mit THRESHOLDs „Extinct Instinct“ ergangen. Für mich war das 1997 der Einstieg in die Welt der Briten, weswegen das Album für mich eine ganz besondere Stellung einnimmt. Dementsprechend muss ich auch bei Kollegen adl Einspruch erheben, der die 2004 erschienene Special Edition mit mageren drei Punkten bedacht hat (zum Review geht’s HIER ).

Zu den Fakten: wieder einmal hat sich bei THRESHOLD das Besetzungskarussell gedreht. Mark Heaney hat den Schlagzeughocker übernommen, als Sänger hat sich Damian Wilson zurückgemeldet, der bereits „Wounded Land“ eingesungen hatte. Stilistisch hat sich das insofern ausgewirkt, dass die Jungs wieder einen kleinen Schritt in die vertracktere Richtung des Debutalbums gemacht haben. Damians einzigartiges Timbre und die Art, wie er seine Gesangslinien anlegt, haben mich schon damals völlig in den Bann gezogen und „Extinct Instinct“ somit von den vergleichbaren Veröffentlichungen abgehoben. Das Songmaterial ist dabei durchgehend stark, ich kann bis heute keinen einzigen schwachen Moment erkennen. „Exposed“, „Virtual Isolation“ oder „Life Flow“ zünden sofort ohne Gefahr zu laufen, auf Dauer zu langweilen. „Eat The Unicorn“ ist für mich in seiner Vielschichtigkeit einer der besten THRESHOLD-Songs überhaupt. Das sind zehn Minuten progressive Kunst, die völlig ohne Gefrickel auskommt, so etwas findet man selten. Herausragend sind auch die zwei kitschfreien Balladen „Forever“ und „Clear“, die meiner Ansicht nach bis heute unerreicht geblieben sind.

Komplettiert wird die Definitive Edition von mit „Segue“, das am Original als Hidden Track zu finden war, der Radio-Version von „Virtual Isolation“, „Mansion“ von der japanischen Erstausgabe und „Smile At The Moon“. Wer diesen Leckerbissen noch nicht hat, MUSS zubeißen!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Stoffi (15.10.2012)

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