Threshold - Clone - Definitive Edition

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VÖ: 12.10.2012
Bandinfo: THRESHOLD
Genre: Progressive Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Ganz nach alter Tradition geht es auch 1998 nicht ohne Besetzungswechsel. Nachdem sich der Sängerposten bisher als Schleudersitz erwiesen hatte, wurde mit Andrew „Mac“ McDermott (R.I.P.) von der Hardrock-Band SARGANT FURY endlich ein würdiger Ersatz vorgestellt, der länger als ein Album lang bleiben sollte. Gleichzeitig haben THRESHOLD mit dem neuen Mann eine völlig neue Ära eingeleitet. Sie haben auf „Clone“ ihren ureigenen Stil endgültig festgelegt: eine sympathische Mischung aus brettharten, eingängigen Riffs, genügend Komplexität, um spannend zu bleiben, und tonnenweise hochkarätigen Melodien. Zudem konnten sie mit dem Album und der darauffolgenden Tour ihre Bekanntheit zunehmend steigern. Mac wurde im Folgejahr zum besten Frontman des Festivals in Wacken gekürt – absolut zu Recht, ich werde nie vergessen, wie er große Teile des Sets im Kopfstand (!) dargeboten hat.

Das Songmaterial auf „Clone“ kommt rasch zum Punkt und ist hochgradig eingängig, ohne dabei die progressive Seite zu vernachlässigen. Die Spielzeiten kratzen durchaus an der Zehn-Minuten-Marke. Es gibt drei Longtracks, von denen vor allem „The Latent Gene“ und „Voyager II“ hervorstechen. Der Opener „Freaks“ ist ein Kracher vor dem Herrn, sowohl „Angels“, als auch „Lovelorn“ und „Change“ sind jeweils absolut hittauglich. Die fette Produktion tut ihr Übriges dazu. THRESHOLD haben sich wieder einmal nicht von den Widrigkeiten zermürben lassen, sondern schöpfen erneut Kraft daraus und legen ein unglaubliches Album vor.

Die Definitive Edition wird von zwei Liveversionen und der Uncut Version von „The Latent Gene“ abgerundet. „Freaks“ und „Change“ sind dem Fan-Album „Concert In Paris“ aus dem Jahr 2002 entnommen (bereits mit Johanne James an den Drums). Der Live-Sound ist roh und kraftvoll und stellt unmissverständlich klar, welche Stellung die Besetzung mit Mac am Mikro auf der Bühne einnimmt. Die vierte THRESHOLD sollte in jeder gut sortierten Metal-Sammlung stehen.



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Stoffi (16.10.2012)

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