Manowar - The Lord Of Steel

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VÖ: 19.10.2012
Bandinfo: MANOWAR
Genre: Metal
Label: Magic Circle
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Lineup  |  Trackliste

Da hat man doch tatsächlich ein neues MANOWAR-Album zum Besprechen vor sich liegen und kommt nach mehrmaligem Durchlauf drauf, dass eh schon alles darüber gesagt wurde, was es zu sagen gibt. Schuld daran? Mein hoch geschätzter Kollege Reini, der das Teil schon als Exklusivbeilage im englischen Metal Hammer bzw. als Download-Version vor vier Monaten zwischen seine professionellen Hände bekam, hat den „Lord Of Steel“ nämlich schon im Frühling sehr profund und umfassend rezensiert. Und was bei Weitem nicht immer vorkommt, hat hier seine Berechtigung – wir sind fast derselben Meinung. Kommerzielles Material? Stimmt. Dampfhammer-Songs? Korrekt. Bestes Album seit dem 1988er „Kings Of Metal“? Verdammt nochmal, ja!

Wo ich dir aber nicht zustimmen kann, lieber Reini, sind die von dir herausgehörten fetten Gitarren. Gut, es gibt weitaus grottigere Produktionen und dass Joey DiMaio’s Bass über allem thront ist jetzt auch nicht gerade die Überraschung vor dem Herrn, aber ein bisschen dichter und durchdringender könnten die sechs Saiten von Karl Logan schon dröhnen, dafür gibt’s maximal ein Genügend. Für die Album-Version wurde zwar alles neu gemixt und verbessert, aber so richtig knallen tut es halt immer noch nicht. Wesentlich cooler thront auf der ab jetzt erhältlichen Album-Kauf-Version das Cover-Artwork, dass vor fremdschämend obertrver Männlichkeit nur so strotzt und das Phänomen MANOWAR einmal mehr bestätigt: Einerseits sind sie das Echtmetallischste, das Kuttenträger und Banger bekommen können, andererseits sind sie auch anno 2012 an Peinlichkeit nicht zu übertreffen.

Mit dem epischen Closer „The Kingdom Of Steel“ gibt es auf der offiziellen Albumversion auch noch einen zusätzlichen Track zu verzeichnen, der sich durchgehend im heroischen Slow-Tempo suhlt und unweigerlich zum kollektiven Bierkrugstemmen und Mitgrölen in der Lederjacken-Freundesrunde um fünf Uhr morgens verleitet. Well done, MANOWAR! Gibt es im Karriereherbst gar so etwas wie eine Wiederauferstehung?



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (21.10.2012)

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