All Hail The Yeti - All Hail The Yeti

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VÖ: 17.08.2012
Bandinfo: All Hail The Yeti
Genre: Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

So stark mit Amerika assoziiert wie Muscle Cars, Hurra-Patriotismus und Fast Food ist der (etwas holprig als Thrash bezeichnete) Metal moderner Ausrichtung – Bands wie PANTERA, MACHINE HEAD, LAMB OF GOD oder DISTURBED haben hier das Genre geprägt.

In eine ähnliche Kerbe schlagen die Newcomer ALL HAIL THE YETI mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum. Ungeachtet des doch etwas sperrigen Bandnames haben sich die Amis der kommerziell etwas besser verwertbaren modernen Metal-Richtung à la DISTURBED verschrieben. Gewöhnugsbedürftige Riffs oder Breaks wie bei den frühen LAMB OF GOD sind hier nicht zu finden. Die Einflüsse von Groove-betontem Southern/Stoner Metal, Alternative Rock und Metalcore sind deutlich hörbar. Im Vergleich zu DISTURBED also mehr BLACK LABEL SOCIETY mit etwas SOUNDGARDEN und ein bisschen AS I LAY DYING.

Im europäischen Vergleich klingt das Album stark nach der letzten THE HAUNTED-Scheibe, mit etwas mehr Southern-Metal Grooves. Vor allem die geshouteten Vocals von Connor Garritty erinnern teilweise stark an HAUNTED-Frontmann Peter Dolving in seiner alternativen Inkarnation.

Die Mixtur funktioniert bei manchen Songs gut, bei manchen weniger. Dicke-Eier-Riffs schütteln AHTY nur so aus dem Ärmel (man höre das Hauptriff von „Axe Murder Hollow“!), allein das Gespür für catchy Refrains fehlt zum Großteil. Hier könnte man bei DISTURBED oder BLACK LABEL SOCIETY nachschlagen; die Riffs sind dort auch nicht origineller, aber durch eingängige Refrains werden dort aus normalen Songs Hits. Bei AHTY sind die leider etwas seltener zu finden.

Trotz Ausnahmen wie „The Art Of Mourning“ (der größte Hit auf der Platte, mit Mundharmonika-Parts!), „Suicide Woods“ oder „After The Great Fire“ klingen die meisten Songs auf dem Album zwar gefällig, hängen bleibt aber eher wenig. Auch klingen die Gesangslinien bei cleanen Vocals oft recht ähnlich.

Positiv fällt vor allem der hervorragende Gesang auf (tolle Stimme in allen möglichen Variationen, von Clean bis zu Growls und Shouts). Dabei singen drei der vier Bandmitglieder (auch der Schlagzeuger!) - dass alle drei singen können, ist sicher nicht selbstverständlich.

Insgesamt ein durchaus hörbares Debütalbum ohne viele Ecken und Kanten. Mit ein bisschen mehr Mut würde durchaus noch mehr gehen – das Potential dazu haben die Jungs.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Luka (26.10.2012)

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