BLODHEMN - Holmengraa

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VÖ: 18.04.2012
Bandinfo: BLODHEMN
Genre: Black Metal
Label: Indie Recordings
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wes wirren Geistes Kind Jon Nödveidt war ist bekannt, zumindest in Ansätzen. Trotzdem kommt man, komme ich (bevor ich wieder gescholten werde...) nicht umhin, dem Herren seine Genialität in Sachen Musik zu konstatieren. Leider weilt er nicht mehr unter uns, munkelt man doch, dass sich seine Beschäftigung mit allzu viel Chaosgnostik nicht allzu gut auf die Durchblutung seines Cerebrums ausgewirkt hat.

Bei Holmengrå handelt es sich um eine bisweilen frostige Halbinsel, welche sich östlich an den Bøkfjorden in Nordnorwegen schmiegt.

Und bei BLODHEMN handelt es sich nicht ausschließlich um ein Album der gottgenialen ENSLAVED, sondern eben auch um die Band von Heimwerker Invisus, welcher mit, Achtung, jetzt kommt die Auflösung des Bilderrätsels, BLODHEMN nicht nur 2008 ein Demo und 2012 eine EP namens “Brenn Alle Bruer” veröffentlicht hat sondern eben auch das vorliegende Album "Holmengraa" welches des öfteren eben der eingangs erwähnten DISSECTION Tribut zollt. Invisus macht im Studio alles alleine, und das macht er gut. Bei der Nachbearbeitung bekam er dann auch noch Unterstützung von ENSLAVED-Mitgliedern.

So - damit wäre alles aufgelöst.

Das Album zelebriert gut gespielten und ebenso gut aufgenommenen Schweden-Black Metal der DISSECTION-Schule, welches durch das Intro und die Coverversion von "Black Horizons" auch nicht wirklich verschwiegen wird. Ein bisschen wildert man auch im eigenen Land und fertig ist eine gediegene, gelungene Mischung.

Klar, die Einflüsse sind da, aber man weigert sich vehement, zu Kopisten zu verkommen, das Songwriting ist sehr abwechslungsreich. Mal groovig und wieder mit knackigerem Tempo, gerne auch mehrmals wechselnd in einem Song wie dem Signature-Tune "Telehiv".

Sehr edel die verwaschenen Gitarren im Midtempopart von "Djevelen i Menneskeform", welches sich generell neben dem vorgenannten "Telehiv" zum Hit des Albums steigert.
Ich verstehe das Gejammer und Gezeter seitens der deutschen Kritiker nicht, man möge doch einfach mal froh sein, wenn man nicht die viermillionste bur*um-Kopie oder ganz arg trve Depri-Blacker bedienen muss, sondern einfach mal gut gespielten, abwechslungsreichen und hochmelodiösen Black Metal der besser produzierten Sorte vor sich hat.
Mir gefällt das gut.

Und vielleicht bekommen wir das nächste Mal die Promo auch ungefähr in der Nähe des Veröffentlichungsdates und nicht ein halbes Jahr später - dann klappt´s auch mit einer zügigeren Besprechung...(Anm. der Red.: also warum DU die Promo erst jetzt entdeckt/bekommen hast, entzieht sich unserer Kenntnis. Im Stormbringer-Tower kullert das gute Ding nämlich schon seit April 2012 herum...)



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (10.11.2012)

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