Cryptopsy - The Best Of Us Bleed

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VÖ: 09.11.2012
Bandinfo: CRYPTOPSY
Genre: Death Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Eine Best-Of, welche weit mehr ist als ein schnödes Aneinanderreihen bereits bekannten Materials. CRYPTOPSY, die erst vor wenigen Wochen ein selbstbetiteltes neues Album in Eigenregie veröffentlicht haben, schieben via Century Media und deren Death Metal Campaign eine üppig bestückte Doppel-CD nach, die nebst Beiträgen aller regulären Alben der Franko-Kanadier, auch das ein oder andere Schmankerl aufzufahren weiß.

Besonders die ersten vier Songs der „16 Stabwounds“ titulierten CD #1 sind ein wahres Fressen für Kenner und Schätzer der Brutalo-Death Horde aus Kanada. „Boden“, „A Graceful Demise“ (etwas verhalten, aber Brutal as Fuck!) und „Holodomor“ entstanden allesamt im Jahr 2011, sind nicht auf dem aktuellen „Cryptopsy“ Album enthalten und fahren mit das gleiche Brutalitätslevel auf, wie die acht Stücke der bärenstarken Eigenveröffentlichung. Bei allen drei Tracks (ebenso wie beim gesamten Songmaterial der aktuellen CD) kann man sich nur wundern, warum diese technisch erhabene Combo derzeit ohne Plattendeal dasteht. Auch „Oh My Fucking God“, ein STRAPPING YOUNG LAD Cover, das bis dato nur auf der „Covering 20 Years Of Extremes” Century Media Compilation vertreten war, lässt die Kinnlade runterklappen und den Mund ungläubig offenstehen.

Der Rest von CD1 und auch die ersten fünf Tracks der als „Bury The Past Alive“ bezeichneten zweiten CD sind mehr oder minder bekannt, decken diese Beiträge doch die komplette Discografie von CRYPTOPSY ab und außer der 2008 erschienen, doch ziemlich in die Hose gegangenen „The Unspoken King“ CD, hatten die Kanadier ausnahmslos Spitzenmaterial für den Brutalo-Tech Freak zu bieten. Besonders die vier Beiträge der ersten beiden Alben haben diesen speziellen kult-angehauchten Unterton, welcher schon damals, in der Frühphase von CRYPTOPSY, erahnen ließ wie technisch erhaben diese Band doch ist.

Interessanter werden dann schon wieder die Live-Beiträge, vor allem Flo Mouniers Drum-Solo in „Graves Of The Fathers“ ist nicht von dieser Welt und auch die vier Rehearsal-Songs der „Whisper Supremacy“ Session aus dem Jahr 1998 beweisen einmal mehr, welch außergewöhnliche Truppe da in Kanada zu Werke ging und immer noch geht.

„The Best Of Us Bleed“ bietet mit über zwei Stunden an Material definitiv „Value For Money“ und all jene, die bislang den Namen CRYPTOPSY nur vom Hörensagen kannten, sollten mit dieser allumfassenden Zusammenstellung schleunigst eine hartmetallische Bildungslücke stopfen.



Ohne Bewertung
Autor: Reini (04.11.2012)

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