Nightwish - Imaginaerum - The Score

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VÖ: 09.11.2012
Bandinfo: NIGHTWISH
Genre: Opera Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Entwicklung der Finnen von NIGHTWISH weg vom klassischen Melodic Power Metal früherer Tage hin zu sinfonischen Klängen und ja, Soundtrack-Metal, hat es ja schon angekündigt; nunmehr machen die Herren und Dame rund um Mastermind Tuomas Holopainen ernst und veröffentlichen im Fahrwasser ihres aktuellen Albums "Imaginaerum" auch einen Film mit gleichlautendem Titel, und passend dazu auch den kompletten Soundtrack aus eigener Feder.

Dieser basiert nun natürlich auf zahlreichen Themen und Motiven des 2011 veröffentlichten Studioalbums, ist dabei aber natürlich als "echter" Soundtrack konzipiert. Mit anderen Worten: Man findet darauf keine einzelen Stand-Alone-Songs, und die diversen musikalischen Motive, die man bereits vom "Imaginaerum"-Album kennt, werden meist nur als kurze musikalische Zitate eingebracht. Einzig "The Crow, The Owl and The Dove" wird auch unter Mitwirkung von Anette Olzon dargeboten; ansonsten dominiert klar der orchestrale Anteil.

Nun kann argumentiert werden, dass die NIGHTWISH-Musik jüngerer Tage ohnehin besser als Soundtrack geeignet sei denn als klassisches Metal-Album, und speziell im Fall von "Imaginaerum" bin ich da fast geneigt, zuzustimmen, konnte mich dieses Album doch nicht restlos überzeugen. Aber auch als Soundtrack funktioniert "Imaginaerum" nur bedingt: Denn es dominieren auf langen Strecken natürlich eher unspektakuläre, atmosphärische Passagen, die dann letztlich zu kurzen Momenten des gewohnten NIGHTWISH-Bombasts hinführen und in einigen wenigen beeindruckenden Klangexplosionen kulminieren.

Als Soundtrack zu einem Film ist somit "Imaginaerum - The Score" somit sicher mehr als tauglich, wenn man die visuellen Elemente als Begleitung dazu sieht. Aber auch als rein akustisches Erlebnis rangiert der Soundtrack aber sicherlich noch immer im guten Mittelfeld; auch wenn man mit Kompositionen von Altmeistern wie JOHN WILLIAMS, HANS ZIMMER oder DANNY ELFMAN (wobei man insbesondere letzteren natürlich immer wieder sehr deutlich im Stil von NIGHTWISH heraushört) nicht ganz mithalten kann.

Aber Fans der Finnen werden hier bedenkenlos zugreifen können, und auch jeder andere, der ein Ohr für bombastische Orchestermusik hat, kann hier mal reinhören. NIGHTWISH funktioniert im Falle von "Imaginaerum" meines Erachtens als Soundtrack noch besser als als Stand-Alone-Album, und in beiden Fällen bekommt man unterm Strich einfach immer noch absolut hochwertige Kost geboten, die im Metal-Genre ihresgleichen sucht.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Dragonslayer (09.11.2012)

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