Soundgarden - King Animal

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VÖ: 13.11.2012
Bandinfo: SOUNDGARDEN
Genre: Alternative Rock
Label: Universal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Grunge ist tot, lang lebe der Grunge!

Viel Wasser ist seit der Veröffentlichung von "Down On The Upside" hinuntergeflossen. Das Wasser von 16 langen Jahren, um genau zu sein. Und jetzt auf einmal: das Comeback von SOUNDGARDEN. Die Grunge-Band, die immer im Schatten von NIRVANA stand, die immer ein wenig zu Metal und immer ein bisschen zu wenig melancholisch war, bietet hier nun einen Nachfolger, der klingt, als wäre er in der selben Studiosession wie "Superunknown" entstanden.

Was ist also passiert, dass sich die einstigen Superhelden des Grunge nach Exkursionen zu (Achtung, Namedropping!) PEARL JAM, AUDIOSLAVE, Josh Homme und James Bond zusammenfinden und mir nichts, dir nichts ein neues Album aufnehmen? Klingt verdächtig nach Sellout und schnelle Geldmacherei, ich sprech's einfach mal aus, was ihr euch so denkt.

Dem ist aber nicht so.
Fast entschuldigend nennt sich der erste Track auf "Animal Kingdom" "Been Away Too Long". Chris Cornell setzt noch einen nach: "Though I never really wanted to stay." Ist das die nächste Entschuldigung in Richtung der AUDIOSLAVE-Fans?

"King Animal" zieht seine Reminiszenzen aus dem "Superunknown"-Album, aber Produzent Adam Kasper (FOO FIGHTERS, PEARL JAM, NIRVANA) nahm den für die Band damals so typischen Sound und transportierte ihn gemeinsam mit Mixer Joe Barresi in das 21. Jahrhundert. Die Thematik ist nach wie vor dunkle Poe-Poesie, vermischt mit Endzeitspielereien: "Too weak to survive", stellt Cornell nüchtern auf "Bones Of Birds" fest und beendet das Album mit (s)seiner Weisheit auf "Rowing": "Stopping is dying."

Wenn das nicht nach einer aufrechten Entschuldigung an die SOUNDGARDEN-Aficionados ist!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Suzy (11.11.2012)

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