Loxodrome - Mirrors.Reflection

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VÖ: 22.06.2012
Bandinfo: Loxodrome
Genre: Heavy Rock
Label: TripleCore:Music
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Lineup  |  Trackliste

Mit “Mirrors.Reflection” haben LOXODROME den zweiten Teil ihrer Trilogie veröffentlicht. Da auf die Band und die Mirrors-Reihe schon im Review zu “Mirrors.Affection” eingegangen wurde, sollen an dieser Stelle ausschließlich die neuen Tracks behandelt werden.

Während auf der ersten EP unter den fünf Titeln zwei richtig starke Songs vertreten waren, kann die aktuelle EP hier nicht mehr ganz mithalten. Schon der Opener “Talent Show” mag einen irgendwie nicht so recht vom Hocker reißen und auch die zweite Nummer kann mit ihren hölzernen Übergängen einfach nicht überzeugen, wenngleich hier ordentlich Potential in Form von ein paar guten Parts verschenkt wurde. Mit “Down The Line” gelingt dann aber endlich der Ausgleich - zweifelsohne die beste Nummer des Albums!

Was man sich bei “Mud” gedacht hat, ist dann wieder fragwürdig. Es ist zwar erfreulich, sich einmal an einen ungewöhnlicheren Songaufbau zu wagen, doch wird einem hier in der Bridge vor dem Solo ein derart grässlicher Sprachgesang aufgedrückt, dass man hastig nach der Forward-Taste zu suchen beginnt. Nach dem Höhepunkt folgt also der Tiefpunkt, der die ganze Stimmung völlig vermiest. Das ist insofern schade, als die nächste Nummer namens “The Other Side” eigentlich ganz gut gelungen wäre, sich aber leider nach dem Schrecken von zuvor nicht gänzlich entfalten mag.

Die letzte Nummer einer Mirrors-EP scheint wohl gerne akustisch eingespielt zu werden und so präsentiert sich auch “In The Rain” ohne verzerrte Gitarren. Die Befürchtungen, ein ähnliches Debakel wie bei “LXD” erneut erleben zu müssen, bleiben zum Glück unbegründet, doch akustische Songs sind einfach nicht die wahre Stärke der fünf Oberösterreicher. Schade, denn dieser Nummer würde der dicke Gitarrensound von LOXODROME sicher gut stehen.

Es bleibt abzuwarten, welche Songs wir auf “Mirrors.Reaction” zu hören bekommen, doch bislang sieht es so aus, als wäre das Konzept der Trilogie vielleicht doch nicht so gut, wie ich zunächst gedacht hatte. Ein Album mit einer Auswahl an durchgängig guten Songs (für die LOXODROME zweifelsohne zu haben sind) hinterlässt letztlich sicher einen besseren Eindruck als drei Einzelwerke, die mit ihren Tiefpunkten eventuell negativ in Erinnerung bleiben.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Silver Wings (09.02.2013)

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