Dio - The Very Beast of Dio, Vol.2

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VÖ: 16.11.2012
Bandinfo: DIO
Genre: Heavy Metal
Label: Niji Entertainment Group
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Lineup  |  Trackliste

Über die geschichtliche Wichtigkeit von RONNIE JAMES DIO brauchen wir hier keinerlei Worte mehr verlieren, das hat mein Kollege FO schon in seinem Special zum Ableben des Ausnahmesängers erschöpfend getan. Das vorliegende „The Very Beast of Dio, Vol.2“ beleuchtet die Solokarriere des Sängers in der Zeit von 1996-2010 und stützt sich auf Beiträge der Alben „Angry Machines“, „Magica“, „Killing The Dragon“, sowie das letzte offizielle DIO Soloalbum „Master of the Moon“ aus dem Jahr 2004. Allesamt Alben, die zwar einen nach wie vor stimmlich über jegliche Zweifel erhabenen Großmeister zeigen, kompositorisch allerdings nicht wirklich die Hochphase des kleinen Mannes mit der Riesen-Stimme darstellten.

Viel interessanter sind die gereichten Bonusstücke, die „The Very Beast of Dio, Vol.2“ erst so richtig attraktiv machen. „Hunter Of The Heart“ kennt man zwar schon vom „Inferno: Last in Live“ Album, gerade dieser Track beweist aber einmal mehr die stimmliche Ausnahmestellung eines RONNIE JAMES DIO. Das nett anzuhörende, deutlich rockige „Prisoner of Paradise“ gab es bislang lediglich auf der japanischen Version von „Master of the Moon“ und das ausschließlich mit Piano Begleitung dargebotene „Metal Will Never Die“ ist nicht nur der letzte von DIO eingesungene Track, sondern er wurde auch von THE RODS-Gitarrist und DIO-Cousin David Feinstein für das 2010er „Bitten By The Beast“ Werk verwendet.

Ja und dann gibt es da noch „Electra“, das zusammen mit Vier weiteren, bisher nicht veröffentlichten Nummern für das „Magica II + III“ Projekt aufgenommen wurde. Tragischerweise entschied man sich aber Ende 2009 aufgrund der immer schlimmer werdenden Schmerzen von RONNIE JAMES DIO dieses Projekt nicht mehr weiterzuverfolgen. Weitere drei Nummern aus diesen Session sollen übrigens noch vorliegen und es bleibt zu hoffen, dass Wendy Dio auch diese der Öffentlichkeit wird zugänglich machen, denn „Electra“ ist ob seiner Wuchtigkeit und der trotz aller Widrigkeiten wahnsinnigen Stimme von RONNIE JAMES DIO ein Ausnahmesong sondergleichen.

„The Very Beast of Dio, Vol.2“ ist nicht nur ein sentimentaler, sondern auch ein musikalisch wichtiger Beitrag. Zwar zeigen die insgesamt 17 Tracks nicht unbedingt die Perlen, sondern eher die experimentelle Zeit des kleinen Mannes, aber dafür halten sich zeitgeschichtlich die letzten Aufnahmen von DIO bereit. Und auch wenn es jetzt pathetisch klingen mag: R.I.P. RONNIE JAMES DIO, du wirst auf ewig in unseren Gedanken bleiben.



Ohne Bewertung
Autor: Reini (16.11.2012)

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