Paradox - Tales Of The Weird

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VÖ: 14.12.2012
Bandinfo: Paradox
Genre: Thrash Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Die süddeutschen Melodic Thrasher PARADOX liefern mit Ihrem sechsten Studioalbum "Tales Of The Weird" Ihr wohl bestes und vielseitigstes Werk seit Ihrem Klassiker "Heresy" aus dem Jahre 1989 ab. Schon der über neun Minuten dauernde, episch angehauchte Titeltrack "Tales Of The Weird" zelebriert alles, was diese Band über die Jahre ausgezeichnet hat.

Haufenweise messerscharfe Riffs und gekonnt eingestreute Melodiebögen, technisch hervorragend umgesetzt und mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattet.Weiter geht es mit dem Doublebasshammer "Day Of Judgement", gefolgt von dem pfeilschnellen "Brutalized". Was für ein Druck! Mit "Fragile Alliance" gehen die Jungs dann kurzzeitig etwas vom Gaspedal, aber der Song entwickelt sich zu einem echten Highlight des Album.

Der straighte Thrasher "Escalation " sprengt alle Ketten und geht direkt in das bisher wohl experimentierfreudigste Stück "Brainwashed " über, dessen dramatisches Ende unvergesslich bleibt.. Das hitverdächtige "Slashdead " (was für ein genialer Titel) setzt noch einen oben drauf. Nach einer kurzen Verschnaufpause mit dem düsteren Akustikinstrumental "Zeitgeist " folgt das abschließend rasende "The Downward Spiral " und rundet diesen Silberling gnadenlos geil ab. Als Bonus gibt es dann noch das RAINBOW -Cover "A Light In The Black " bei dem BOB KATSIONIS (FIREWIND) als Gast mitwirkt.

Zwei Dinge werden sofort klar. CHARLY STEINHAUER liefert seine bisher beste und melodischste Gesangsleistung ab und mit den beiden Neuzugängen DANIEL BULD am Schlagzeug und Saitenvirtuose CHRISTIAN MUENZNER (u.a.OBSCURA), hat man zwei richtig heiße Eisen im Feuer, die sich perfekt in den Sound von PARADOX einfügen. Das klingt mehr als vielversprechend und entpuppt sich als echtes Highlight 2012.

Fazit: Mit "Tales Of The Weird " werden sich wieder einige Türen für PARADOX öffnen. Thrash Metal Veteran Charly Steinhauer sollte nun mit PARADOX die Anerkennung bekommen, die ihm schon lange zusteht. Verdientermaßen gehören die Herren nun wieder zu den BIG FIVE des German Thrash Metal und sollten in einem Atemzug mit DESTRUCTION; KREATOR, SODOM und TANKARD genannt werden. Jetzt gilt es, einfach nur lauschen und staunen wie knallhart und mit welcher Intensität die Songs aus der Anlage knallen. TOP.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (15.11.2012)

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