Setherial - Death Triumphiant

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VÖ: 12.05.2006
Bandinfo: SETHERIAL
Genre: Black Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Ein kleiner Exkurs in das Jahr 1996: die Herren Neru und Deimon treffen sich in Innsbruck und begeben sich in einen kleinen, aber feinen Laden namens „Rocktiger“, um sich mal wieder mit ein paar CDs einzudecken. Während des Herumstöberns kommt urplötzlich ein unheiliger Orkan aus der örtlichen Stereoanlage, der die beiden sofort in Verzückung versetzt. Nach Rücksprache mit dem Verkäufer (ein gewisser Lem der Rockband Schubert übrigens, das am Rande), von wem denn dieses Getöse sei und dieser mit „Siiifiriaaaal“ antwortet, wandert die CD auch schon in den Besitz des Rezensenten. Der Kenner ahnt es schon: bei besagter Silberscheibe handelt es sich um „Nord“, dem Debut der Schweden, das mich binnen kürzester Zeit in seinen Bann zog.

Zurück in die Gegenwart: Nach diversen Besetzungs- und Instumentenwechseln (Mysteriis verdrischt nun die Felle anstatt die Gitarre zu würgen) hauen uns SETHERIAL 3 Jahre nach „Endtime Divine“ ihr neuestes Machwerk um die Ohren. Musikalisch hat sich in den 10 Jahren seit Veröffentlichung des Debutalbums nicht viel verändert, immer noch dominiert typisch schwedischer Black Metal, der des öfteren von feinen Akustikgitarren und dezenten Keyboards untermalt wird. Manchmal erinnert mich das ganze, vorallem in Bezug auf einige Gitarrenläufe, sehr an ihre Kollegen von NAGLFAR, ohne deren Klasse ganz zu erreichen. Nichtsdestotrotz wissen die Herren, wie man amtliche Kracher zusammenzimmert, so werden rasende Blasts von epischen Midtempo-Passagen abgelöst, welche wiederum von feinen Syntieteppichen in ihrer Durchschlagskraft verstärkt werden. Schreihals Infaustus keift sich die dunkle Seele aus dem Hals, was besonders bei den langsamen Teilen sehr gut rüberkommt. Das Treiben wurde wieder mal gekonnt von Tommy Tägtgren im Abyss-Studio zurechtgebügelt, der SETHERIAL einen druckvollen Sound beschert und so alle Details gut zur Geltung gebracht hat.

Einziges Manko: die CD braucht definitiv ein paar Durchläufe, denn nach erstmaligem Genuß bleibt doch nicht viel in den Ohren hängen – einzig der Song „With Veins Wide Open“ (nein, keine CREED-Coverversion!), der meiner Meinung nach beste Song auf „Death Triumphant“. Wie auch immer, Freunde von abwechslungsreicher schwedischer Schwarzwurzelkunst kommen garantiert auf ihre Kosten! Somit vergebe ich 4 Punkte für eine Scheibe, die zwar bestimmt kein Klassiker wird, aber o.g. Klientel bestens bedient. Mögen die „Hellstorms Over The Empyrean“ beginnen!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: deimon (09.05.2006)

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