Attic - The Invocation

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VÖ: 21.12.2012
Bandinfo: ATTIC
Genre: Heavy Metal
Label: Van Records
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Lineup  |  Trackliste

Ja is denn schon Weihnachten?

Endlich ist dann doch noch das Debütalbum der angeblich aufgrund ihres, in der Tat exzellenten, Demos gehypten Deutschen von ATTIC eingetroffen.

Als inniger Freund des Schaffens des KINGs und Liebhaber altertümlichen Metals im allgemeinen zählte ich beinahe schon die Tage bis endlich VAN RECORDS mit der Promo rüberkamen.

Und, hat es sich ausgezahlt?

Hat es, sehr sogar.

In den letzten Monaten, Jahren wurde alter Stahl gerne wieder gehört und mit der wachsenden Fangemeinde und der sich analog dazu ausrichtenden Infrastruktur sind auch alle Rahmenbedingungen gegeben, um diesem Laster voller Freude zu fröhnen. Eigentümlicher, wenn schon nicht origineller dann auf jeden Fall superb neuinterpretierter 80er Stahl in seiner extremeren Ausrichtung. Mit fiesen, im Falsett beheimateten Gesang und klug durchdachten Songs.

Zwei Songs gibt es vom Demo und einen, "Satan´s Bride" von der wohl schon ewig vergriffenen 7 " Split mit WALPURGIS NIGHT. Die drei Songs fügen sich in ein äußerst homogenes, von größen Hooks geprägten Album ein. Wer noch nichts mit der Band aus dem Ruhrpott zu tun gehabt möge sich eine Mischung aus MERCYFUL FATE, KING DIAMOND und, vor allem in den längeren Instrumentalpassagen, IRON MAIDEN vorstellen.

Trotzdem ist man weit vom schnöden Kopistentum entfernt.

Hier wird danach getrachtet, den Songs eigenständige Melodien anheim fallen zu lassen, hier geht man meist recht straight vor, glänzt mit großen Refrains und kann trotz des geraden Songaufbaus (abgesehen vom verschatelten Schlußpunkt "Evil Inheritance") auch mit spanennenden Instrumentalmelodien glänzen.

Und geglänzt wird eigentlich durchgehend. Kein Song fällt wirklich ab oder schwächelt, gut, "Ghost Of The Orphanage" hält nicht ganz mit den anderen Songs mit, aber, um nun endlich den Satz zu Ende zu bringen, der Rest ist schon beinahe unglaublich gut. Man möge dazu auch noch feststellen, dass es ATTIC erst seit 2011 gibt!

Nach einem Demo und einer Split bereits ein so reifes, knackiges Album vorzulegen, grenzt beinahe an Zauberei (seht ihr, was ich hier getan habe?). Die zügigeren Songs wie "Join The Coven" (siehe auch weiter unten) und mein derzeitiger Liebling "The Invocation" sind bereits jetzt Benchmarks im Revival dieser alten Spielart des Metal. Dass sie auch anders können, zeigen sie im beinahe doomigen "Edlyn".

Und außerdem ist es immer wieder sehr schön, neben all dem Geröchel und Gekreische wieder einmal eine wirklich fiese Stimme zu hören.

Sehr geiles Album, man möge mir diesen Ausdruck verzeihen, aber so klingt extremer Heavy Metal in seiner 80er Ausrichtung. So muss er klingen und so klingt er.

Stark - sehr stark!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (18.12.2012)

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