U.D.O. - No Limits (Anniversary Edition)

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VÖ: 07.12.2012
Bandinfo: U.D.O.
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Teil zwei der ausufernden “Anniversary Edition”-Linie mittelalter U.D.O.-Alben betrifft das 1998er Sechstwerk “No Limits”. Vor Kreativität sprießend, hat das Songwriter Duo Udo Dirkschneider (voc) und Stefan Kaufmann (git) einst nur ein gutes Jahr nach dem starken, aber leider nicht sonderlich gut verkauften „Solid“ bereits den hier vorliegenden 13er-Tracker nachgeschoben (in dieser Version wieder um diverse Live- und Demotracks erweitert), der aber gleich in mehrfacher Ausführung für berechtigtes Stirnrunzeln in Fankreisen gesorgt hat.

Einerseits überraschte schon das seltsam anmutende, stark an die ganz miesen JUDAS PRIEST-Cover angelehnte Artwork mit einer abstrus wirkenden Metallschlange, die sich gerade vom Mars wegzubewegen scheint, andererseits haben sich U.D.O. auf „No Limits“ im Vergleich zum Vorgänger stark in die poppigere Richtung gedreht. Neben der klinischen Produktion ärgert man sich als Fan dabei auch über Songs wie „Freelance Man“, „Way Of Life“ oder „One Step To Fate“, die zwar allesamt mit eineinhalb Augen Richtung ACCEPT schielen, aber qualitativ einfach nicht an die Großtaten deutscher Heavy-Metal-Kunst herankommen. Daneben gilt es leider auch noch komplette Totalausfälle wie „With A Vengeance“ oder die schwülstig-fade Abschlussballade „Azrael“ möglichst ohne Übelkeitsanfälle zu überstehen, was hier wahrlich nicht immer so einfach ist.

Selbstverständlich zelebrieren U.D.O. auch auf „No Limits“ ihren traditionellen Deutschland-Heavy-Metal, doch im Vergleich zu den Vorgänger- als auch Nachfolgeralben klingt dieses Teil auch jetzt noch etwas zu simpel gestrickt, zu ideenlos und vor allem auch zu gehetzt in den Umlauf gebracht. Richtige Highlights gibt es nicht direkt, aber mit dem Titeltrack, dem ACCEPT-Cover „I’m A Rebel“ und der metallisierten Variante des Wiener SUPERMAX-Discoklassikers „Lovemachine“ hatten U.D.O. einst doch auch ein paar interessante, funktionierende Tracks im Köcher. Zwischen Anspruch und Umsetzung klafft aber dennoch eine Lücke, die man von U.D.O.-Alben sonst nicht so gewohnt war. Das Teil kann man angesichts der ausufernden Diskografie U.D.O.s also getrost auch mal etwas verstauben lassen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (26.12.2012)

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