U.D.O. - Man And Machine (Anniversary Edition)

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VÖ: 07.12.2012
Bandinfo: U.D.O.
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Nun gut – bevor ich selbst Ohrenschäden ob der fortlaufenden Monotonie bekomme, sind wir nun am Endpunkt unseres “Heavy Metal After Christmas Adventkalenders” angelangt, der zuletzt täglich einen alten U.D.O.-Klassiker in der von AFM Records wiederauferlegten “Anniversary Edition” beinhaltet hat. „Man And Machine“ war das insgesamt achte Studioalbum der deutschen Schwermetall-Schmiede und hat (geht sich noch aus!) mittlerweile genau zehn Jahre auf dem Buckel. Wer sich vielleicht schreckt, warum das Teil nach dem 1999er Top-Werk „Holy“ doch etwas müder und uninspirierter klingt, dem sei gesagt, dass Udo Dirkschneider und Co hier gerüchteweise einige Songs verwurstet haben, die damals nicht mehr auf „Holy“ passten.

Das klingt nach beinharten Aussortierungsprinzip und kann dann wohl auch als solches angesehen werden, denn die richtig schnittig-kantigen Metal-Kracher muss man auch „Man And Machine“ schon mit der Lupe suchen. Wie immer bei U.D.O.-Scheiben ist auch hier der Titeltrack ganz gefällig, mit dem treibenden „Private Eye“ und dem Riff-Stakkato auf „Hard To Be Honest“ (das ist wahrlich AC/DC pur) gibt’s noch zwei weitere Songs, zu denen sich das Köpfchen doch ganz gut schütteln lässt, aber U.D.O. greifen hier leider auch etwas zu oft ins qualitative Klo. So langweilt die Halbballade „Animal Instinct“ mit dürftig überlegter Instrumentierung, rutscht „Silent Cry“ – vor allem stimmlich – ein bisschen zu stark ins Schmierige ab und fährt die obligatorische Abschlussballade „Unknown Traveller“ recht ungebremst an die Wand.

Obwohl man (auch lebende) Legenden im Normalfall nicht beleidigen sollte, ist das Udo Dirkschneider/Doro Pesch-Duett auf dem Heavy-Metal-Halbschlager-Song „Dancing With An Angel“ so ziemlich das Unnötigste, das die deutsche Heavy-Szene in diesem Jahrtausend verbrochen hat. Udos Gekrächze sorgt bei diesem Song übrigens tatsächlich für bleibende Hörschäden. Ohne die Legende weiter anzupatzen, steht „Man And Machine“ in der reichhaltigen U.D.O.-Diskografie leider nur im unteren Drittel, da den Jungs damals schlicht und einfach die Eier gefehlt haben, die sie zwei Jahre später auf „Thunderball“ zumindest zu einem Teil wieder präsentierten. Zur Komplettierung ist aber natürlich auch der Kauf dieses Teils unerlässlich.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (28.12.2012)

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