EVERLASTING DAWN - Of Frozen Hearts And Bloody Whores

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VÖ: 13.11.2012
Bandinfo: EVERLASTING DAWN
Genre: Symphonic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Im Bereich des symphonischen Metals mischen jetzt immer mehr österreichische Bands mit. Und wenn man da an Combos wie VISIONS OF ATLANTIS, EDENBRIDGE oder auch SIREN’S CRY denkt (SERENITY ist dem Herren Autor unbekannt oder wie? - Die Redaktion), dann wird auch immer deutlicher, dass wir in diesem Genre, bezüglich der Konkurrenz aus dem Ausland, mächtig aufgeholt haben.

Das trifft auch auf EVERLASTING DAWN aus der Steiermark zu, die 2012 mit ihrer Vier-Track-EP ein Vorzeige-Album veröffentlicht haben, welches tadellos in die Symphonic Metal Schublade mit hartem Growl passt. Hier treffen die Welten von Symphonic Metal, Death Metal und ein kleine Brise EPICA ,AMARANTHE oder ENSIFERUM zusammen, wobei vor allem die zwei sehr talentierten Gitarristen erstklassig aufspielen.

Jaja, solange ist das gar nicht her, dass ich diese Zeilen geschrieben habe, aber eben diese Konstellation trifft auch auf die neue Scheibe perfekt zu.

Das neue Album „Of Frozen Hearts And Bloody Whores“ ist eine enorme Steigerung zur Mini CD und entwickelt sich nach mehrmaligen Abspielen zu einen wahren Juwel. Was sich zu Beginn mit dem klassischen Intro noch recht gelassen anhört, entwickelt sich schnell zu einem Symphonischen Metal Orkan. Dabei setzen EVERLASTING DAWN immer wieder gekonnt auf erstklassige Tempowechsel und nehmen zwischen den heftigen Passagen geschickt Geschwindigkeit zurück, was zur allgemeinen Abwechslung beiträgt und das hohe Können in Sachen Songwriting beweist. Mit „ World Domination“ lässt man es dann ungebremst und mit einer leichten IN FLAMES Schlagseite weiter krachen und wirft dem Hörer mit diesem Track auch gleich ein absolutes Highlight dieses Albums vor den Latz.

Die feinen Melodien, die lässigen Gitarrensolos, das kräftige Organ von Dave und die sanfte Engelsstimme von Lisa, sowie die facettenreichen Songs besitzen oberstes Niveau und sprühen darüber hinaus vor Ideenreichtum. Der Gegensatz der zarten weiblichen Stimme und die immer wieder dezent eingesetzten Keyboardteppiche auf der einen Seite und die knallhart sägenden Gitarren sowie der derbe Grunzgesang, machen die Musik der Grazer so interessant.

Nach der kurzen Erholungsphase mit „Last Thoughts of Dying Days“ gibt die Band aber gleich wieder Vollgas und zerstört mit dem ultrabrutalen „The Taste of Hatred“ alles was sich in den Weg stellt. „Preferred to Black“ klingt schon fast wie eine verschärfte und fiese Version von NIGHTWISH und zum wiederholten Male wird der Knüppel aus dem Sack geholt, wobei es dann im Mittelteil wieder ein wenig ruhiger zugeht.

EVERLASTING DAWN kombinieren interessant gespannte Melodiebögen, brachiale Gitarren mit allen möglichen Zutaten aus dem Death und Power-Metal Lager und machen alles nur eine Spur perfekter als manch großer Act aus diesem Bereich. Für diese musikalische Achterbahnfahrt und das grandiose Wechselbad der Gefühle geht mein Kompliment in die Steiermark. „HIER PFEIFFEN DIE KOMANTSCHEN“ und das ganz gewaltig. Absolut TOP:



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (02.01.2013)

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