Be'lakor - Of Breath And Bone

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VÖ: 29.05.2012
Bandinfo: Be'lakor
Genre: Melodic Death Metal
Label: Kolony Records
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Lineup  |  Trackliste

Dass aus Australien nicht nur Kängurus, AC/DC und Black Thrash kommen, ist den meisten Leuten bewusst. Dass eine authentische Melodic Death Metal Combo von dort hailt, ist dann aber doch eine Überraschung – vor allem wenn die Jungs dann noch wirklich qualitativ hochwertige Mucke produzieren (siehe auch das Review von Kollege Berni zum Vorgänger „Stone’s Reach“). BE’LAKOR heißt die Wundertüte aus Melbourne, und eines vorweg: „Of Breath And Bone“ ist die Melodic Death Platte des Jahres. (War zwar in diese Genre ein eher schwaches Jahr, aber das soll den Verdienst der Jungs nicht schmälern)

Schon die ersten Takte von „Of Breath And Bone“ machen deutlich, dass BE’LAKOR ihr Handwerk verstehen. Killer-Riffs und –Melodien, Klasse Breaks, guter (wenn auch nicht überragender) Gesang – hier passt das ganze Paket. Musikalisch bewegt sich der Fünfer aus Melbourne zwischen so bekannten Namen wie DARK TRANQUILLITY (an die einige Melodien erinnern) auf der einen und AMON AMARTH (die für die Aggressivität auf der Scheibe Paten stehen, vor allem im zweiten Teil der Platte) auf der anderen Seite – also ein eher schwedisches Paket. Hinzu kommt noch ein Schuss finnischer Melancholie (INSOMNIUM), das die ganze Mixtur abrundet.

Im Vergleich zu den oben genannten Bands sind die Songs von der Struktur meist komplexer gehalten – bis auf das Instrumental „To Stir The Sea“ bewegen sich die Liedlängen zwischen sechs und fast zehn Minuten. Das macht beim ersten Hören das Album etwas schwerer zugänglich, hat aber den Vorteil, dass sich beim mehrmaligen Hörgenuss immer mehr und immer neue Details offenbaren, was die Halbwertszeit des Teils im CD-Player erheblich verlängert.

Was BE’LAKOR im Vergleich zu ihren skandinavischen Vorbilder noch fehlt, sind die unvergesslichen Hooks und Refrains, die aus normalen Songs Hymnen machen. Kracher wie „Abeyance“, das an alte DARK TRANQUILLITY erinnernde „Fraught“ oder das von AMON AMARTH inspirierte „In Parting“ sind Lieder aus der Oberliga, denen noch das letzte Quäntchen zum Meisterstück fehlt. Trotz dieser kleinen Mängel ist „Of Breath And Bone“ ohne Vorbehalt zu empfehlen – allein der Beginn der Scheibe mit „Abeyance“ oder „Remnants“ ist das Geld wert. (Was das Rotkäppchen auf dem Cover soll, bleibt allerdings rätselhaft…)



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (05.01.2013)

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