The Fusion Syndicate - The Fusion Syndicate

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VÖ: 19.10.2012
Bandinfo: The Fusion Syndicate
Genre: Jazz Rock
Label: Cleopatra Records
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Lineup  |  Trackliste

Billy Sherwood ist ein echter Tausendsassa: liest man sich die Liste der Bands durch, bei denen der Amerikaner spielt(e), fragt man sich, ob der gute Mann sich nicht ein Hobby suchen sollte. Den meisten Metal-Fans wird Sherwood kein Begriff sein, die wohl härteste (und bekannteste) Combo, bei denen er spielte, waren YES.

THE FUSION SYNDICATE ist ein (zum größten Teil) instrumentales Jazz-Fusion-Soloprojekt von Sherwood (alle Kompositionen, Instrumentation und Produktion sind von ihm), bei dem ihn eine illustre Gästeschar unterstützt. Und liest man die Liste dieser Gäste durch, wird der Rock- bzw. Metalfan hellhörig: Billy Sheehan (MR. BIG), Jordan Rudess (DREAM THEATER) und Derek Sherinian (ex-DREAM THEATER, BLACK COUNTRY COMMUNION), Gavin Harrison (PORCUPINE TREE), Steve Morse (DEEP PURPLE), der Gitarrenhero STEVE STEVENS, etc. die gesamte Liste bekannter Namen hier anzuführen würde den Rahmen sprengen.

Man darf sich vom Rock-Hintergrund einiger Mitwirkender allerdings nicht in die Irre führen lassen – mit Rock hat THE FUSION SYNDICATE so viel zu tun wie Politiker mit Ehrlichkeit. Die Songs sind allesamt im Bereich Jazz/Fusion anzusiedeln, am ehesten wohl mit WEATHER REPORT oder dem MAHAVISHNU ORCHESTRA zu vergleichen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet auf „The Fusion Syndicate“ gute Songs, die durch die Gastmusiker noch etwas veredelt werden (allein Billy Sheehans Basslinie auf „Molecular Breakdown“ ist den CD-Preis wert).

Man merkt allerdings auch, dass THE FUSION SYNDICATE ein Soloprojekt ist: die Songs sind sich alle recht ähnlich (sogar die Song-Spielzeiten sind immer zwischen sieben und acht Minuten). Das Tempo bleibt die Scheibe durch recht konstant, was auch nicht gerade für Abwechslung sorgt. Dadurch schaltet man nach den ersten Songs recht bald mental ab und geht in den Easy-Listening-Modus. Auch die zugegeben durchwegs grandiosen Beiträge der Gäste können da nicht mehr viel herausreißen (dass dem wohl unmetallischsten Instrument aller Zeiten, dem teuflischen Saxophon, ein so prominenter Platz eingeräumt wird, ist auch nicht gerade hilfreich).

Dem aufgeschlossenen Prog-Fan sollte „The Fusion Syndicate“ mal ein Anhören wert sein – wer sich mit dem DREAM THEATER-Ableger LIQUID TENSION EXPERIMENT (vor allem der Opener „Random Acts Of Science“ schlägt in diese Kerbe) anfreunden konnte, dem sollte auch THE FUSION SYNDICATE zusagen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Luka (04.01.2013)

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