Grief of Emerald - It All Turns To Ashes

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VÖ: 03.12.2012
Bandinfo: Grief of Emerald
Genre: Melodic Black Metal
Label: Non Serviam Records
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Lineup  |  Trackliste

Im Gefolge des kommerziellen Erfolgs von Black Metal im Allgemeinen und DIMMU BORGIR im Besonderen in den letzten Jahren des letzten Jahrtausends kamen Bands wie OLD MAN’S CHILD oder GRIEF OF EMERALD an eine größere Öffentlichkeit. Der große Durchbruch blieb ihnen verwehrt – bei OLD MAN’S CHILD tut sich nach dem Engagement von Bandkopf Galder bei den DIMMUs recht wenig, und von GRIEF OF EMERALD war nach dem starken 2000er Album „Malformed Seed“ und dem darauf folgenden, schwächeren „Christian Termination“ fast zehn Jahre lang nichts zu hören.

Diese Stille wurde letztes Jahr durchbrochen, als mit „The Devil’s Deep“ erstmals wieder „neues“ Material auftauchte (wobei fast die Hälfte der Songs auf dem Album altes, schon veröffentlichtes Material war). Mit „It All Turns To Ashes“ soll jetzt wieder ein Neuanfang gewagt werden (zumindest sind alle Songs diesmal neu).

An der musikalischen Ausrichtung hat sich nichts geändert: symphonischer Black Metal mit Death-Einflüssen, am ehesten vergleichbar mit DIMMU BORGIR der mittleren („Puritanical Euphoric Misanthropia“/“Death Cult Armageddon“) Phase. Handwerklich kann „It All Turns To Ashes“ durchaus überzeugen, die Musiker verstehen ihr Handwerk, das Songwriting ist gut durchdacht. Allein die zündenden Momente fehlen, und vor allem bei Songs mit langsameren Tempo (z.B. bei „Where Tears Are Born“ oder „Cage Of Pain“) wird eine gewisse kompositorische Ideenlosigkeit gezeigt, die Riffs und Melodien sind sich oft zu ähnlich oder nicht wirklich originell.

Erst wenn das Tempo mal gesteigert wird und der Death Metal-Einfluß größer wird, wird die Monotonie unterbrochen und es werden ein paar Ausrufezeichen gesetzt - DISSECTION lassen dann mal kurz grüßen. Diese Songs sind dann auch die einzigen, die im Ohr bleiben. Hier sind „God Of Carnage“, „It All Turns To Ashes“ und „Stormlegion (Warstorms Part II)“ zu nennen. Negativ fällt dann noch der letzte Track “The Third Eclipse” auf, der die Grenze von “inspiriert von…” zu “viel zu offensichtlich kopiert von…“ DIMMU BORGIR überschreitet.

„It All Turns To Ashes“ ist kein schlechtes Album, es hat zwar einige Schwächen, aber auch gute Momente. Trotzdem wird klar, warum GRIEF OF EMERALD nie aus dem Schatten ihrer norwegischen Vorbilder treten konnten. Nur für Genrefans interessant.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (05.01.2013)

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