Wolfchant - Embraced by fire

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VÖ: 01.03.2013
Bandinfo: Wolfchant
Genre: Pagan Metal
Label: Noiseart Records
Lineup  |  Trackliste

Im ersten Augenblick dachte ich, man hätte mir den Soundtrack zu „Pirates Of The Caribbean“ auf den Tisch gelegt. Sehr ähnlich klingt zumindest die erste Nummer von WOLFCHANTs fünftem Album „Embraced By Fire“ – der Track „Devouring Flames“.

Bereits beim nächsten Stück geben sich WOLFCHANT aber zu erkennen und liefern mit dem Titeltrack gleich einen Song, der Hymnenpotential birgt. Ich finde einige Ähnlichkeiten bei Rhythmus und Gitarren zum Sound von AMON AMARTH. Und damit haben mich die Jungs bereits ein wenig im Sack – aber nur ein wenig.

Die germanischen Wikinger aus St. Oswald im Bayrischen Wald bleiben sich beim fünften Silberling durchaus treu. Da wird kein Fan vor den Kopf gestoßen, wird alles geboten, was den wolfsheulenden Freund gepflegten Pagan Metals erfreut.

Die Blasts treiben voran, die Gitarren riffen sich die Saiten wund und die Jungs singen im Chor screamend und growlend durch die Wikingerlandschaft. Ich seh schon das Langboot unterwegs im Bayrischen Wald – Holz gibt es da ja genug.

Mit „Element“, „Einsame Wacht“ und „Freier Geist“ liefern die Germanen auch Songs in deutsch, wie wir das von „Pagan Storm“ kennen, hingegen bei „Bloody Tales Of Disgraced Lands“ nicht finden. Eine Art Rückkehr zu den Wurzeln?

„Freier Geist“ ist für mich die Power-Nummer auf dem Album – nicht nur was das Tempo und die präzise Bass- und Drumline angeht. Es ist die rundeste Nummer, hier passt zusammen, was zusammengehört, mit diesem Track werde ich über fünf Minnuten lang bestens unterhalten.

„Embraced By Fire“ ist ein typisches, episches Pagan-Album, Viking Metal und relativ unspektakulär. Die singenden Wölfe liefern viel Metallhärte, fette Riffs und einprägsame Hooklines. Da wird Musik geboten, welche die Besucher eines Paganfests vor Freude aufheulen lassen.

Mir gefallen übers Ganze gesehen die Gesangsparts mit den unterschiedlichsten Stimmen am besten. Ansonsten ist das ein solides Stück Musik mit Hymnen, welche den Gehörgängen durchaus schmeicheln und 45 Minuten Hörgenuss bieten.

Was mir fehlt ist der absolute Knaller, die Nummer mit Hitpotential, die außergewöhnliche Neuerung. Und das ist es wohl auch, weshalb ich als bekennender Paganliebhaber nicht in den großen Jubel ausbreche.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (22.02.2013)

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